Russland Risiko für Rückversicherung

Fitch

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Fitch Ratings, die amerikanische Ratingagentur, warnt vor den Auswirkungen der Sanktionen gegen Russland. Fitch sieht das Risiko für den Versicherungsmarkt eher in der Finanzmarktvolatilität. Direkte Auswirkungen durch die Sanktionen entstünden eher durch Einschränkungen russischer Unternehmen.
Das geringe Risiko Europäischer Rückversicherer ist auf das geringe direkte Engagement in Russland sowie ein vernachlässigbares Engagement in Belarus und der Ukraine zurückzuführen. Doch meint Finch, dass die durch den Konflikt verursachte Volatilität auf den globalen Finanzmärkten die Kapitalquoten erheblich beeinträchtigen könnten. Weiters sehen die Experten einen möglichen erhöhten Konflikt durch höhere Inflation, was zu einem Druck auf die Rentabilität führen könnte.

In einer Pressemitteilung meint Fitch Ratings, man schätze dass die Deckung von Risiken durch globale Rückversicherer in Russland weniger als 2 % der gebuchten Bruttoprämien ausmachen werden. Die Engagements stammen hauptsächlich aus Spezialsparten wie Energie, Schifffahrt und Luftfahrt, die in aller Regel über Lloyd’s of London gezeichnet werden. Fitch Ratings dazu: Lloyd’s sage, weniger als ein Prozent (1%) des abgewickelten Geschäftes beziehe sich entweder auf Russland oder Weißrussland. Dennoch könnten die Gewinne einiger Unternehmen erheblich beeinflusst werden. Darüber hinaus warnt Fitch Ratings, dass man erwarte, dass der Konflikt zu Forderungen aus Warenkredit-, Kautions- und politischen Risikoversicherungen führen wird.
Nicht zuletzt warnt man auch, dass die Folgen des Krieges zwischen Russland und der Ukraine die Cyberbezogenen Versicherungs- und Rückversicherungsansprüche in Europa und Nordamerika erhöhen könnten.