Unternehmens­monitor

Deloitte Österreich

Bernhard Gröhs, CEO Deloitte Österreich
Bernhard Gröhs, CEO Deloitte Österreich (© Deloitte/feelimage)

Im Rahmen des Unternehmensmonitors wurden diesen Juli 614 Führungskräfte aus repräsentativ ausgewählten österreichischen Unternehmen ab 50 Mitarbeitern von SORA telefonisch befragt. Das Ergebnis der Umfrage: Im eigenen Betrieb überwiegt trotz Krise ein grundsätzlicher Optimismus. Jenseits der Unternehmensgrenzen fällt die Einschätzung ambivalenter aus, denn mehr als die Hälfte der Befragten glaubt, dass es ihren Kunden und ihrer Branche aktuell eher schlecht geht. „Für die Politik bedeutet dieses Stimmungsbild aus der Wirtschaft nun die einmalige Chance zur Gestaltung. Im Herbst müssen die Pflöcke für einen echten Neustart nach Corona eingeschlagen und so die Weichen für eine zukunftsfähige Wirtschaft gestellt werden. Die Stichworte sind Nachhaltigkeit und Entlastung“, betont Österreich CEO Bernhard Gröhs. Am wichtigsten sind den österreichischen Unternehmen jetzt Reformen, die ihre Wirkung direkt im Betrieb entfalten. Neun von zehn Befragten fordern eine Senkung der Lohnnebenkosten (95 %), eine steuerliche Entlastung nicht entnommener Gewinne (92 %) sowie Vereinfachungen bei Förderungen (90 %). Im Gegenzug zu diesen Erleichterungen würde die Mehrheit dafür auch andere Abgaben akzeptieren – allen voran im Energiebereich. Auch der Klimawandel ist nicht aus den Köpfen verschwunden, er stellt für mehr als zwei Drittel eine Sorge dar. Das bedeutet im Vergleich zum Vorjahr sogar einen Anstieg um 16 Prozentpunkte. Die Pandemie hat außerdem langfristige Auswirkungen auf Arbeitsprozesse und die Unternehmenskultur: Home-Office, Online-Meetings und mehr Selbstverantwortung werden auch in Zukunft bleiben. 74 Prozent rechnen mit einer langfristigen Zunahme der Flexibilität in der Belegschaft hinsichtlich ihrer Arbeitsweisen und Aufgaben, 70 Prozent erwarten auch flexiblere betriebliche Strukturen. Gesundheitsfördernde Maßnahmen rücken bei 69 Prozent in den Fokus.