Courtagevereinbarungen Versicherungsmakler

Fachverband der Versicherungsmakler

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Die IDD Umsetzung veranlasst Versicherungsunternehmen mit Ihren Vertriebspartner neue Courtagevereinbarungen abzuschließen. Bereits im „Sommergespräch“ zwischen Versicherungsmaklerin Brigitte Kreuzer und Wolfgang Kaiser Leiter von Marketing, PR und Vertrieb bei der HDI Versicherung AG (risControl September Print Ausgabe) wurde dies ausführlich besprochen. Nun hat die Wiener Städtische Versicherung und Donau Versicherung in ihren neuen Courtagevereinbarungen Passagen in die mit dem VVO getroffenen unverbindlichen Mustervereinbarungen aufgenommen, welche weit über die ursprüngliche Vereinbarung hinausgehen und unter Umständen dem Makler zum Nachteil gereicht hätten. Der Fachverband der Versicherungsmakler hat in Gesprächen mit den beiden Versicherungsunternehmen folgendes Ergebnis erzielt: „Wenn das Mitglied die bereits übersendete Courtage-Ergänzung akzeptiert bzw. akzeptiert hat, werden die Wiener Städtische und die Donau zuerst ein Schlichtungsverfahren vor der RSS beantragen, sollten sie der Meinung sein, der Makler erfülle die vereinbarten qualitativen Kriterien nicht. Der Makler kann sich frei entscheiden, ob er sich dem Schlichtungsverfahren unterwirft oder nicht – wenn nicht, können die genannten Versicherungsunternehmen von sich aus die in Punkt I C der Ergänzung zur Courtagevereinbarung vorgesehen Maßnahmen ergreifen. Dem Makler steht dann der ordentliche Rechtsweg offen, in dem er die Beweispflicht hat, dass er die vereinbarten qualitativen Kriterien erfüllt. Nimmt der Makler am Verfahren teil, entscheidet die Schlichtungskommission innerhalb von 2 Monaten verbindlich darüber, ob der Versicherungsmakler die qualitativen Kriterien erfüllt (hat).“ Nicht nur die beiden obengenannten Versicherungsunternehmen nehmen die IDD zum Anlass neu formulierter Courtagevereinbarungen sondern auch die Wüstenrot Versicherung. Die Fachgruppe der Versicherungsmakler in Niederösterreich informiert ihre Mitglieder über einen ebenfalls brisanten Passus. „Erlangt Wüstenrot Kenntnis davon, dass der Vermittler die qualitativen Kriterien, zielmarktgerechter Vertrieb und Einhaltung der Verpflichtung zur Erhebung von Wünschen und Bedürfnissen, Eignungs-bzw. Angemessenheitsprüfung sowie -erklärung und Beratungsdokumentation nicht einhält bzw. erfüllt, dann ist die Wüstenrot berechtigt, die Provisionen in Hinblick auf die betroffene Vermittlung zur Gänze rückzufordern.“