Drohnenführerschein

BMK/Austro Control

Luftfahrtstaatssekretär Magnus Brunner und Austro Control-Geschäftsführerin Valerie Hackl

Der Bereich Drohnen entwickelt sich auch in Österreich enorm dynamisch. Die Anzahl der von Austro Control pro Jahr bewilligten Drohnen hat sich zuletzt mehr als versechsfacht. 2019 wurden insgesamt 2.680 Anträge bewilligt, 2020 waren es bis Anfang Dezember knapp 2.000. Das EU-Regulativ regelt das Fliegen mit Drohnen im gesamten EU-Raum ab 31.12.2020 neu und hat sich in vielen Punkten das derzeit in Österreich geltende Regelwerk mit einem risikobasierten Ansatz zum Vorbild genommen. Im neuen Regulativ werden Drohnen künftig in drei Kategorien unterteilt: Die Kategorie „Open“ deckt – je nach Einsatzgebiet – Drohnen mit einem Gewicht bis zu 25 Kilogramm ab, das sind rund 80 Prozent aller in Österreich bewilligten Drohnen. Die „Specific“- Kategorie erlaubt auch Flüge außerhalb der Sichtweite, Flüge mit Drohnen über 25 Kilogramm oder Flüge mit Drohnen über 4 Kilogramm im besiedelten Gebiet. Anwendungsfälle für diese Kategorie können Kameraflüge über Städten oder die Befliegung von Infrastruktur sein. In die Kategorie „Certified“ werden künftig auch Drohnenflüge mit Passagieren an Bord fallen, Lufttaxis gehören zu dieser Kategorie. Das genaue Regelwerk für diese Kategorie ist derzeit auf europäischer Ebene noch in Ausarbeitung, die Bestimmungen werden sich aber an jenen für die bemannte Luftfahrt orientieren. Drohnenpiloten benötigen künftig einen Führerschein. Das Training dafür ist ab sofort auf dronenspace.at möglich. Eine Registrierung der Drohne ist ebenfalls unter dieser Homepage möglich, bzw. nötig. Die Drohnen müssen auch ausreichend versichert sein. Der Betrieb von Modellflugzeugen (auch auf Modellflugplätzen) wird ab 31.12.2020 ebenso vom europäischen Regulativ erfasst. Das heißt, dass sich auch Betreiber von Flugmodellen registrieren und den Drohnenführerschein erwerben müssen.