Emissions-Hausaufgaben erledigt

Österreichische Hagelversicherung VVaG

Treibhausgasemissionen im Vergleich

Das Umweltbundesamt veröffentlicht seit 1990 die Entwicklung der Treibhausgas-Emissionen. Das erfreuliche Ergebnis: Die Landwirtschaft hat im Gegensatz zu anderen Sektoren ihre Hausaufgaben erledigt und in diesem Zeitraum um 14,3 Prozent weniger Treibhausgase emittiert. Der traurige Vergleich: Im selben Zeitraum haben die Emissionen im Verkehr – inklusive nationalem Flugverkehr – um 74,4 Prozent zugenommen. „Faktum ist: Die Landwirtschaft ist Klimaopfer Nummer eins. Gleichzeitig ist sie aber ein wichtiger Akteur beim Kampf gegen den Treibhauseffekt. Boden- und Klimaschutz haben oberste Priorität. So muss der Boden als Kohlenstoffspeicher und als Grundlage für die Lebensmittelproduktion geschützt und darf nicht weiter fahrlässig verbaut werden“, betont Vorstandsvorsitzender Dr. Kurt Weinberger. Die Pandemie hat durch Lockdowns, die Schließung von Grenzen, Flugverboten und anderen Corona-Maßnahmen dazu geführt, dass weniger Treibhausgase ausgestoßen worden sind. Kurzfristig ist mit einer deutlichen Reduktion der Treibhausgas-Emissionen zu rechnen, erste Schätzungen der Experten gehen von einem Rückgang von circa neun Prozent aus. Aber mit steigendem Wirtschaftswachstum werde sich der Trend leider wieder umkehren. „Zukunft passiert nicht, sie wird gemacht. Das geht nur durch den Umbau des Systems von fossilen auf erneuerbare Energieträger, Energieeffizienzsteigerung, den weiteren Ausbau des öffentlichen Verkehrs und einen gezielten Schutz des Bodens. Alles andere ist ein Raubbau an der Natur und bedeutet Strafzahlungen für Österreich in der Höhe von 4,2 Milliarden Euro durch Nichterreichung der Klimaziele“, betont Weinberger abschließend.