Pauschalreiseverordnung

WKÖ

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Seit 1. Oktober ist die neue Pauschalreiseverordnung in Kraft. Die Neuregelung war durch die Umsetzung der Pauschalreiserichtlinie notwendig geworden, die strengere Regelungen für die Insolvenzabsicherung vorsieht. Neu ist, dass nicht der Gesamtumsatz des Unternehmens heranzuziehen ist, sondern der Umsatz aus der Veranstaltung von Pauschalreisen bzw. der Vermittlung verbundener Reiseleistungen. Der Absicherungsprozentsatz beträgt 18 Prozent. Wenn Veranstalter mehr als 1 Million Umsatz in einem Monat machen, haben sie die Optionsmöglichkeit in die allgemein gültige, prozentuell niedrigere Absicherung wechseln zu können, d. h. sie müssen dann 18 Prozent (mind. 500.000 Euro) des diesbezüglichen Jahresumsatzes aus der Veranstaltung von Pauschalreisen und Vermittlung verbundener Reiseleistungen und nicht mehr 50 Prozent des maßgeblichen Umsatzes des Spitzenmonats absichern. Für Betriebe, die eine betragsmäßig unbeschränkte Risikoabdeckung gemeldet haben, gilt die Beschränkung bei den Anzahlungen nicht. Sie können auch höhere Anzahlungen als 20 Prozent entgegennehmen. In einigen Verhandlungen hat der Fachverband der Reisebüros eine zufriedenstellende Versicherungslösung mit der HDI Versicherung ausgearbeitet. Das Versicherungsmodell bietet eine unbeschränkte Risikoabdeckung und unter anderem den Wegfall der Dokumentationspflicht und der aufwendigen Folgemeldung an das Ministerium. Weitere Versicherungsmodelle werden von CareConsult gemeinsam mit der Zürich Gruppe Deutschland und dem deutschen „Travelsafe“ noch vorgelegt.