Die heimischen Lebensmittel

Österreichische Hagelversicherung VVaG

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Das Institut für Marketing und Innovation an der Universität für Bodenkultur Wien führte im Auftrag der österreichischen Hagelversicherung eine Studie zu Motiven für den Kauf heimischer Lebensmittel und zur Bedeutung der Landwirtschaft in Österreich – gerade in Krisenzeiten – durch. Österreichweit nahmen mehr als 500 Haushalte teil. Über 90 Prozent der Befragten bezeichnen die Landwirtschaft als systemrelevant und fast genauso viele sind der Auffassung, dass die Landwirte eine stabile Versorgung mit heimischen Lebensmitteln in der Krisenzeit sicherstellen konnten. Um regionale Lebensmittel weiter zu fördern, setzt sich die Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger zudem für die verpflichtende Herkunftskennzeichnung bei verarbeiteten Produkten und in der Gemeinschaftsverpflegung ein: „Wenn wir den Anteil regionaler Lebensmittel in der Gemeinschaftsverpflegung, also in Kantinen, Krankenhäusern, Schulen und Kindergärten erhöhen, dann erfüllen wir damit ein Bedürfnis der Menschen und stärken gleichzeitig unsere bäuerlichen Familienbetriebe.“ 85 Prozent der Teilnehmer sind auch der Meinung, dass heimische Lebensmittel in Krisenzeiten besser verfügbar sind und generell strenger kontrolliert werden. „Faktum ist: Ohne unsere Landwirtschaft hätten wir alle nichts zu essen. Unsere Bauern leisten großartige Arbeit, Tag für Tag! Lokale Produktionsketten geben Sicherheit, stärken die Wirtschaft und sind besser für Klima und Umwelt. Wir müssen uns aber auch den anderen Herausforderungen stellen. So heizte die Corona-Krise die Preisschlacht im heimischen Lebensmittelhandel weiter an. Die Aktionitis ist fast schlimmer als vor vier Monaten. 87 Prozent sehen den Preisdruck durch den Handel als größte Herausforderung für die Landwirtschaft. Aber auch den Klimawandel mit seinen zunehmenden Wetterextremen sehen 79 Prozent der Befragten als weitere Bedrohung. Daher benötigt die Landwirtschaft aufgrund der Systemrelevanz weiterhin bestmöglichen Schutz. Auch unsere Kinder brauchen noch ausreichend gefüllte rot-weiß-rote Einkaufskörbe“, appelliert Vorstandsvorsitzender Dr. Kurt Weinberger.