LEBENSWERT Studie

HDI Lebensversicherung

Michael Miskarik ©ingo folie/i.folie@gmx.at

Die HDI Lebensversicherung AG erhob Ende 2021 zum dritten Mal in Folge den LEBENSWERT-Index der österreichischen Bevölkerung. Im Rahmen einer repräsentativen Studie, durchgeführt von WISSMA Marktforschung GmbH, wurden landesweit 1.049 Menschen befragt, was ihr Leben lebenswert macht.
Die Österreicher erzielen im Durchschnitt einen LEBENSWERT-Index von 7,35 Prozent. 34 Prozent der Österreicher empfinden ihr derzeitiges Leben als „sehr lebenswert“, 12 Prozent stufen ihr Leben als „weniger“ oder „gar nicht“ lebenswert ein. Trotz der bereits seit zwei Jahren dauernden Pandemie fühlen sich viele der Befragten wohl, wobei das Thema Homeoffice sehr dazu beigetragen hat. Der LEBENSWERT-Index 2021 blieb mit 7,36 auf einer Skala von null bis zehn nahezu unverändert – 2020 lag er bei 7,49. 14 Prozent der Österreicher empfinden ihr Leben sogar als „sehr“ lebenswert. Trotz des Sprichworts „Geld allein macht nicht glücklich“ sind Österreicher mit einem Haushaltseinkommen über 2.000 Euro deutlich „glücklicher“, (der Index liegt bei 7,60) als bei Menschen mit einem Haushaltseinkommen unter 2.000 Euro (Index liegt bei 6,82). Einer der wichtigsten Faktoren für ein Wohlbefinden der Befragten ist mit 53 Prozent in der Familie zu finden, mit 46 Prozent gefolgt von Gesundheit, mit 25 Prozent liegt aber bereits die finanzielle Absicherung auf Platz drei. Auf die Frage „Wie wichtig ist Ihnen die finanzielle Absicherung, um ein lebenswertes Leben führen zu können?“ antworteten 52 Prozent der Befragten mit den höchsten Skalenwerten 9 und 10. Im Durchschnitt ergibt sich daraus ein Index von 8,32 für den Faktor „Finanzielle Absicherung“. Gleichzeitig sinkt das Vertrauen in das staatliche Pensionssystem. Zwei Drittel (63 %) glauben nicht mehr daran, dass die staatliche Pension ausreichen wird, um im Ruhestand ein lebenswertes Leben führen zu können. Nur 38 Prozent wissen tatsächlich, wie hoch ihre Pension einmal sein wird. Unter den befragten Pensionistinnen und Pensionisten haben 33 Prozent nicht für den Ruhestand vorgesorgt – 41 Prozent bereuen dieses Versäumnis. Der Prozentsatz jener, die mit ihrer Pension „gut“ oder „sehr gut“ auskommen, ist gegenüber 2020 um rund zwölf Prozentpunkte auf nunmehr 68 Prozent gesunken.
Geht es um die private Altersvorsorge, zählen die Lebensversicherung (36 %) und das Sparbuch (29 %) nach wie vor zu den beliebtesten Anlageformen. Durchschnittlich werden 132 Euro im Monat für die ZEITWERTsicherung zurückgelegt. Mehr als ein Viertel aller Befragten sorgt allerdings gar nicht für das Alter vor. Zukünftig werden nur zwei Erwerbstätige einen Pensionisten finanzieren. Laut Michael Miskarik braucht es Mindeststandards im Umgang mit jungen Menschen, um diese frühzeitig ins Arbeitsleben integrieren zu können. „Für die jüngeren Generationen wird es spürbare Veränderungen am Arbeitsmarkt geben, weniger Menschen werden mehr arbeiten müssen. Es braucht Anreize und bereits in der schulischen Ausbildung mehr Fokus auf die Finanzbildung.“ Lesen Sie mehr in der nächsten risControl Print Ausgabe.