Urlaubsbarometer 2021

Europ Assistance Österreich

©Quaritsch Photography

Die Österreicher planen im Durchschnitt für ihren Urlaub in diesem Jahr 2.088 Euro auszugeben. Dies ergibt eine repräsentative Studie vom Meinungsforschungsinstitut IPSOS, die im Auftrag der Europ Assistance Group in vierzehn Ländern mit gesamt 14.000 Befragten im Mai durchgeführt wurde. Im Fokus stehen Ausgaben, Beweggründe, Zielorte und Wünsche der Konsumenten auf drei unterschiedlichen Kontinenten. 2020 waren die Reisen noch verhalten. 41 Prozent der Österreicher verreisten trotz des unattraktiven Umfeldes. Während in Österreich 55 Prozent im eigenen Land blieben, waren es 94 Prozent der Italiener, Belgier hingegen nur zu 36 Prozent. Die Europäer blieben hauptsächlich innerhalb der EU, was dem eingeschränkten Flugverkehr geschuldet war. Für 2021 sieht die Branche wieder Licht am Horizont. In Europa möchten 57 Prozent dieses Jahr wieder reisen, was aber zum Jahr 2019 immer noch ein Minus von sechs Prozentpunkten bedeutet. In Österreich werden wieder 61 Prozent einen Urlaub planen. Die Gründe warum weniger gebucht wird, sind vielschichtig. Ungefähr ein Drittel der Europäer gibt an, sich den Urlaub nicht leisten zu können. Die Angst vor Ansteckung (26 %), Einschränkungen vor Ort (27 %) und die Sorge in Quarantäne (19 %) zu müssen werden dabei am häufigsten genannt. Weiters wollen 16 Prozent sparen, dabei wird die ungewisse Zukunft genannt. 81 Prozent der befragten Europäer, die im Jahr 2021 einen Urlaub planen, sind bereit sich impfen zu lassen. 10 Prozent überlegen noch und nur 9 Prozent schließen eine Impfung kategorisch aus. Mehr Ablehnung erfährt der Impfpass und eine mögliche Quarantäne bei Ein- oder Rückreise. Sprechen sich noch 63 Prozent der Österreicher für einen länderüberschreitenden Impfpass aus, sind nur 39 Prozent der Befragten bereit eine Quarantäne in Kauf zu nehmen. „Das Reisen ist und bleibt ein Grundbedürfnis. Aber es ist zunehmend von einem verändernden Reise- und Urlaubsverhalten auszugehen. Reisen sollen einen echten Mehrwert bringen, ökologischer werden und mehr Individualität versprühen“, so CEO Besim Akinci. Dass sich das Verhalten der Reisewilligen zumindest in diesem Jahr stark verändert hat, zeigt sich in der Studie. 72 Prozent der Europäer (66 % der Österreicher) machen Urlaub im eigenen Land. Lastminute wird vor allem in diesem Sommer ein wichtiger Faktor sein. Der Pandemie und der Verunsicherung geschuldet, gab es noch nie so viele Lastminute Buchungen wie in diesem Jahr. Die Erfahrungen im letzten Jahr haben ihre Spuren hinterlassen. So geben 44 Prozent der Österreicher an, genauer auf die Deckung achten und für eine Reiseversicherung mehr ausgeben zu wollen.