Wohnbarometer 2020

VAV Versicherung

Sven Rabe Vorstand VAV copyright VAV

Zum zweiten Mal stellte die VAV Versicherung den Wohnbarometer 2020 vor. Die aktuelle Erhebung zeigt, dass die Österreicher, das Wohnen im Eigentum als die wirtschaftlich sinnvollste Wohnform sehen, lediglich 21 Prozent votieren für die Miete. Allerdings halten lediglich acht Prozent der Eigenheimbesitzer und drei Prozent der Mieter unter derzeitigen Voraussetzungen die Anschaffung von Wohneigentum für leicht finanzierbar. Bei einer vollkommen freien Wahl der Wohngegend würde sich ein Drittel für den Grüngürtel am Rand einer Stadt entscheiden. Mieter und unter 30-jährige tendieren eher zur städtischen Wohnumgebung. Der Anteil der Miete am Haushaltseinkommen liegt bei bis zu 30 Prozent für die Mehrheit der Befragten. Die höchsten Mieten werden in Salzburg und in Oberösterreich bezahlt. Im Vergleich zum ersten Wohnbarometer hat sich die Situation der Pendler nicht verändert. 52 Prozent legen täglich bis zu 10 Kilometer für eine Wegstrecke zurück. Die Wiener trennen die kürzesten Entfernungen von ihren Arbeitsplätzen, während die Niederösterreicher und Burgenländer im Schnitt die längsten Fahrtstrecken bewältigen. Auch die Investitionsplanung der Österreicher in ihr Zuhause hat sich im Jahresabstand nicht verändert. Während im Vorjahr 14 Prozent der Befragten Investitionen planten, sind es heuer 15 Prozent. Die konkreten Pläne haben sich jedoch sehr wohl geändert: Für bauliche Maßnahmen, Fassaden, Garten und die Wärmedämmung ist mehr eingeplant als früher. Bei Einrichtung und Ausstattung sowie Sicherheit und Einbruchsschutz gehen die Werte etwas zurück. Was auch noch gesunken ist, ist die Befürchtung Opfer eines Einbruches zu werden. Laut des aktuellen Barometers schätzen nur noch 10 Prozent diese Gefahr als hoch ein. Auch die Statistiken des Bundeskriminalamtes zeigen, dass die Zahlen der Einbruchsdiebstähle zurückgegangen sind. Was deutlich gestiegen ist, sind Cyber- und immaterielle Delikte. Die Verwendung von Sprachassistenten im Haushalt ist im Jahresverlauf von 14 auf 18 Prozent gestiegen, wobei es bei unter 30-jährigen zu einer überproportionalen Zunahme von 21 auf 29 Prozent kam. Eingesetzt werden die Sprachassistenten vornehmlich für Home Entertainment gefolgt von der Einholung von Wetterabfragen, allgemeiner lexikalischer Informationen sowie Nachrichten. Fast die Hälfte, lassen ihren Sprachassistenten rund um die Uhr mithören. Das Bewusstsein hinsichtlich Datenschutz und Cyberangriffe bezüglich der möglichen missbräuchlichen Verwendung von Sprachassistenten, ist noch nicht sehr ausgeprägt. Zu den Nicht-Ausschaltern zählen vor allen Frauen mit 50 Prozent sowie Angestellte und Beamte mit 57 Prozent. Die internetbasierte Steuerung von Haushaltsgeräten ist nach wie vor wenig verbreitet. Neun Prozent, nach sieben Prozent im Vorjahr, nutzen diese Möglichkeit. Wie im Vorjahr würden 15 Prozent diese Features gerne in Anspruch nehmen. Eine sehr große Gruppe von 56 Prozent, und hier vor allem Ältere, lehnt diese Technologie ab. Eine Smart Home-Kontrolle im Abtausch gegen einen Prämienrabatt bei der Versicherung würden 30 Prozent in Betracht ziehen. Es sind mehrheitlich Jüngere, besser Gebildete und mit einem höheren Einkommen versehene Menschen, auf die das zutrifft. Lesen Sie mehr dazu im nächsten risControl