Zufrieden, aber mobil

Raiffeisen Immobilien Österreich

Peter Weinberger, Sprecher Raiffeisen Immobilien Österreich/APA Hautzinger

Die Corona-Krise mit Homeoffice und Home-Schooling drückt zwar bei den Bewohnern kleinerer Immobilien und Städtern merklich auf die Wohnzufriedenheit. Generell allerdings sind die Österreicherinnen und Österreicher mit ihrer Wohnsituation äußerst zufrieden. Das zeigt eine aktuelle Umfrage von Raiffeisen Immobilien, Österreichs größtem Makler-Verbund (Computer Assisted Web Interviews, durchgeführt vom Österreichischen Gallup Institut im April 2020. Jeder zweite Befragte bewertet darin seine Wohnzufriedenheit mit Note 1. Dennoch sind die Österreicher überraschend mobil: Jeder Vierte möchte gerne in den nächsten ein bis zwei Jahren übersiedeln. Das würde bei österreichweit etwa vier Millionen Haushalten bedeuten, dass potenziell bis zu einer Million Immobilien den Besitzer wechseln könnten. Vor allem bei Städtern ist die Bereitschaft zum Wohnsitzwechsel groß: Hier möchte fast jeder Zweite (43%) übersiedeln. Eine Entwicklung, die sich durch die Corona-Krise noch verstärkt hat: Drei Viertel der Österreicher sind der Meinung dass es während der Krise besser ist, am Land zu leben. 10% der 20- bis 65-jährigen Österreicher haben vor in den nächsten Jahren eine Immobilie zu verkaufen oder zu vermieten. Das Motiv dahinter ist dabei zumeist die Vermietung einer Anlageimmobilie (32%), Geldbedarf (21%) oder zu geringe Größe des Objektes (20%). Ing. Mag. (FH) Peter Weinberger, Sprecher von Raiffeisen Immobilien Österreich und Geschäftsführer Raiffeisen Immobilien NÖ/Wien/Burgenland: „Auch hier zeigt sich: Immobilien werden gerade in Krisenzeiten als verlässliche und harte Krisenwährung gesehen. Daher verkauft niemand, der nicht muss. Viele halten sich mit ihren Verkaufsabsichten auch zurück, weil sie Preisrückgänge fürchten. Derzeit ist diese Angst jedoch unbegründet, denn die Nachfrage nach Wohnimmobilien ist ungebrochen gut, die Preise sind stabil.“