Nachhaltigkeitsfrühstück

Österreichische Hagelversicherung

v.l.n.r.: Dr. Hubert Schultes, Generaldirektor Niederösterreichische Versicherung, Abg.z.NR DI Georg Strasser, Präsident des Österreichischen Bauernbundes, Dr. Christa Kummer, Klimatologin, Hydrogeologin und Moderatorin, Dr. Kurt Weinberger, Vorstandsvorsitzender der Österreichischen Hagelversicherung, Dr. Günter Geyer, Präsident des Aufsichtsrates der Vienna Insurance Group, Gerald Hörhan, Investmentpunk, Unternehmer, Querdenker und Publizist, BM a.D. Dr. Monika Forstinger, Mitglied des BOKU Universitätsrates, DI Josef Plank, Generalsekretär des BMNT

Die österreichische Hagelversicherung veranstaltet mehrmals im Jahr zu wichtigen gesellschaftspolitischen Themen ihr Nachhaltigkeitsfrühstück. Bei der siebten Ausgabe nahm sich Dr. Kurt Weinberger der Thematik ökonomischer Bildung, ökologischem Wissen als Grundpfeiler für Nachhaltigkeit in der Finanzwelt an. „Ein Zusammenschluss aus Politik und Wirtschaft soll die Nachhaltigkeit im Finanzsektor fördern, auch um die Klimaziele zu erreichen.“, so Dr. Weinberger. Ehrengast war Investmentpunkt, Unternehmer, Querdenker und Publizist Gerald Hörhan. „Es fehlt an ausreichender ökonomischer Bildung und ökologischem Wissen, die ein grundlegendes Finanzverständnis schaffen und die Bereitschaft bringen, nachhaltig und erfolgreich zu investieren“, so Hörhan in seinem Statement mit bewusst provokanten Stil: „Wir haben Basisdinge wie Orientierung und Rechnen verlernt. Mittlerweile treffen Computer unsere Entscheidungen. Dabei müssen wir unser Gehirn trainieren damit nicht in Zukunft die Algorithmen für uns denken.“ Laut Hörhan gibt es eine Vielzahl sinnvoller Investments. „Investments in Unternehmen, die sich an ethischen und ökologischen Kriterien orientieren, werden weiter zunehmen“, so Hörhan. Nachdem sich laut dem Finanzexperten diese Entwicklung weiter fortsetzen wird, appelliert er dringend, die ökonomische Bildung in Österreich zu forcieren. Gleichzeitig gilt es auch ökologische Aspekte zu berücksichtigen, damit immer mehr Menschen in der Lage sind, nachhaltige und erfolgreiche Finanzinvestments zu tätigen. „Bildung ist extrem wichtig. Es ist niemandem verboten sich das entsprechende Wissen anzueignen. Es gibt kein Informations-Monopol im Internet. Und für Staaten gilt: Wenn man Geld hat, kann man eine Schule bauen oder in Rüstung investieren. Leider geben viele Staaten der Rüstung den Vorzug. Sie sollen aber besser die jungen Leute auf die New Economy vorbereiten. Keine Mauern bauen, sondern Schulen.“

„Der Klimawandel ist die größte Gefahr für unsere Finanzmärkte.

Die Wetterextreme der letzten Jahre und die dramatische Bodenversiegelung in Österreich führen uns deutlich vor Augen, dass wir mehr Kapital für das Klima aufwenden müssen. Schätzungen der EU-Kommission zufolge müssen jährlich rund 180 Milliarden Euro zusätzlich und ökologisch nachhaltig investiert werden, wenn Europa seine für 2030 gesetzten Klimaziele erreichen will. Daher müssen nachhaltige Investments oberste Priorität haben. Es geht aber um mehr als ein gutes Gewissen und um attraktive Renditen. Im Kern geht es um die Erhaltung der Erdressourcen, sozial verantwortliches Handeln und gute Unternehmensführung. Wir müssen endlich begreifen, dass Ökonomie und Ökologie kein Widerspruch sind. Ansonsten sind unsere Kinder und Kindeskinder die Leidtragenden“, appellieren Hörhan und Weinberger abschließend an die geladenen Opinion Leader und Nachhaltigkeitsexperten.