Bericht 2. Quartal

FMA

Die österreichischen Versicherungsunternehmen steigerten im 2. Quartal 2020 die Prämieneinnahmen gegenüber dem Vergleichzeitraum 2019 um 2,54 Prozent auf 4,61 Mrd. Euro. Die Zunahme ist insbesondere auf die Sparten Schaden/Unfall sowie die Krankenversicherung zurückzuführen. Die Lebensversicherung musste wieder einen Rückgang von minus 4,42 Prozent hinnehmen. Im gesamten 1. Halbjahr stieg das Prämienvolumen auf 10,44 Mrd. Euro, wobei die Schaden- und Unfallversicherung um 2,96 Prozent zulegte. Die Krankenversicherung stieg um 5,04 Prozent und die Lebensversicherung um 0,53 Prozent. Beim Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit musste im 2. Quartal zum Vergleich des Vorjahresquartal ein Rückgang von 40,41 Prozent gemeldet werden. Dies ist vor allem auf das um 51,87 Prozent eingebrochene Finanzergebnis zurückzuführen. Das EGT im 2. Quartal lag daher bei 684,69 Mio. Euro. Auch das Versicherungstechnische Ergebnis war mit einem Minus von 1,04 Prozent rückläufig und lag bei 428,82 Mio. Euro. Die stillen Nettoreserven (Saldo aus stillen Reserven und stillen Lasten) weisen Ende des abgelaufenen Quartals eine Erhöhung um 12,74 Prozent auf 22,32 Mrd. Euro zum Vorquartal auf. Die Reservequote betrug damit zum Ende des Berichtszeitraumes 24,54 Prozent. Der Solvabilitätsgrad der österreichischen Versicherungsunternehmen hat leicht abgenommen, jedes zweite Unternehmen hatte einen Wert über 200 Prozent, der Durchschnitt aller Unternehmen lag bei 199,29 Prozent.