Biker verzichten auf PS

Wiener Städtische Versicherung

Motorrad
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Die Zweirad-Saison steht vor der Tür und die Bike-Enthusiasten scharren bereits in den Startlöchern. Allerdings fahren sie deutlich gemütlicher über Österreichs Straßen als die Jahre zuvor, denn zunehmend wird auf Pferdestärke verzichtet. „Wir bemerken schon seit mehreren Jahren, dass die Motorisierung der Motorräder kontinuierlich zurückgeht. Motorradfahren wird immer beliebter, wandelt sich aber immer mehr zu einem Lifestyle-Vergnügen“, sagt Vorstandsdirektorin Doris Wendler. Während die Neuzulassungen bei Motorrädern laut Statistik Austria auch 2020 wieder um 13,4 Prozent gestiegen sind, geht es mit der PS-Stärke Jahr für Jahr in die umgekehrte Richtung. Innerhalb von zehn Jahren ist die Motorleistung im Schnitt um mehr als 17 Prozent gesunken. Bei Frauen ist der Rückgang mit knapp 28 Prozent größer als bei Männern mit rund 16 Prozent. Deutliche Unterschiede zeigt jedoch der Bundesländer-Vergleich bei der PS-Stärke: Spitzenreiter ist das westlichste Bundesland Österreichs. Weniger Wert auf PS-Zahlen legen Motorradfahrer aus Wien, Kärnten und Oberösterreich. Und die Analyse zeigt auch, dass Motorradfahrer immer älter werden. Waren vor zehn Jahren noch 40 Prozent in der Altersgruppe 46 bis 65+, so stieg dieser Wert deutlich auf 53 Prozent an. Die Auswertung der Schadensfälle macht deutliche Unterschiede in den Bundesländern sichtbar. An der Spitze rangiert die Bundeshauptstadt. Wien liegt mit 39 Prozent klar vor Niederösterreich mit 22,7 Prozent und der Steiermark mit 12,6 Prozent. Vorarlberg bei den PS-Stärken noch Spitzenreiter, liegt bei den Schadensmeldungen mit 1,5 Prozent am Ende. Insgesamt gesehen sind die Schadenszahlen im Zehn-Jahres-Vergleich leicht rückläufig.