Cyberstudie

Helvetia Versicherung

Thomas Neusiedler CEO Helvetia Österreich

Eine aktuelle Studie von marketagent im Auftrag der Helvetia Versicherung hat ergeben, dass sich Österreich zu wenig vor Gefahren im Internet schützt. „Um das Ansteckungsrisiko mit dem Coronavirus zu senken, verbringen derzeit die Menschen einen großen Teil ihrer Freizeit im World Wide Web. Leider nutzen Internetbetrüger gerade jetzt die Zeit, um sich zu bereichern“, warnt Thomas Neusiedler, CEO von Helvetia Österreich.
Zusammengefasst ergibt die Studie, dass sich eine von zwei Personen wenig bis gar nicht vor einer Cyberattacke schützt, obwohl bereits 40 Prozent der Befragten selbst oder im nahen Umfeld einen Angriff erlebt haben. Zu den häufigsten Dingen, die derzeit im Internet erledigt werden, zählen das Bearbeiten von E-Mails gefolgt vom Surfen – das machen neun von zehn Österreicher täglich oder zumindest mehrmals pro Woche. Soziale Medien werden von mehr als drei Viertel rege genutzt. Darauf folgt die Information via Nachrichten- und Websites. Fast sechs von zehn Österreichern halten täglich oder mehrmals pro Woche Kontakt zu ihren Lieben über Videokonferenz-, Chat-Tools und -Apps. Online-Banking nutzt jeder Zweite laufend. „Online-Shopping ist – ganz entgegen dem vorherrschenden Gefühl – kein so weit verbreiteter Zeitvertreib: Nur 15 Prozent shoppen häufig Kleidung, Elektronik und dergleichen. Einkäufe des täglichen Bedarfs wickeln nur 13 Prozent mehrmals wöchentlich online ab“, erklärt Neusiedler. Doch wie schützen sich Österreicher im Internet. Sieben von zehn Befragten gaben an, keine Links zu dubiosen Seiten im Spam Ordner zu öffnen. Sechs von zehn legen Wert auf einen kritischen Umgang mit sensiblen Daten. Beim Einsatz starker Passwörter und der Nutzung von Antivirensoftware hat Österreich einen starken Aufholbedarf. Nur die Hälfte hat einen aktuellen Antivirenschutz, etwas mehr als die Hälfte setzt alles daran, möglichst sichere Passwörter zu verwenden. Zu den sonstigen Maßnahmen, mit denen sich die Befragten vor Cyberkriminalität schützen, zählt auch die Beschränkung der Sicherheitseinstellungen bei Social-Media-Accounts, die immerhin ein Drittel durchführt. Nur ein Viertel der Befragten nutzt dagegen VPN/Verschlüsselung in öffentlichen WLANs und informiert sich aktiv über Datenpannen und Betrugsmaschen im Internet. Knapp fünf Prozent schützen sich gar nicht und nur etwas mehr als drei Prozent der Befragten gaben an, eine Cyberversicherung zu haben.
Im starken Gegensatz zu den Schutzmaßnahmen stehen die persönlichen Erfahrungen der Befragten: Immerhin mehr als 40 Prozent der Studienteilnehmer geben an, dass entweder sie selbst oder jemand aus ihrem engsten Umfeld bereits einer Form von Internetbetrug zum Opfer gefallen ist. Am häufigsten genannt wurden Phishing Nachrichten sowie gefälschte Mails und Websites. Danach folgen Hacks, der Diebstahl von finanziellen Daten und Erpressung. Fünf Prozent gaben an, schon einmal Identitätsdiebstahl (mit)erlebt zu haben. Internetkriminalität ist das am stärksten wachsende Kriminalitätsfeld in Österreich, wie auch das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) bestätigt. Daher bietet Helvetia bereits seit April 2019 die Helvetia Card Home Cyber, eine Cyberversicherung für Privatkunden, buchbar als Zusatzbaustein zur Haushaltsversicherung, an. Lesen Sie mehr im nächsten risControl Print.