Deutliche Verbesserung

VIG

Prof. Elisabeth Stadler, CEO ©apa/Tanzer

Die Vienna Insurance Group konnte im ersten Halbjahr ihr Prämienvolumen um 3,5 Prozent auf 5,77 Milliarden Euro steigern. Der Gewinn vor Steuern wurde um 25 Prozent auf 251 Millionen Euro erhöht. Die Combined Ratio wurde um 0,3 Prozentpunkte auf 95,2 Prozent verbessert. „Die Geschäftsentwicklung der VIG-Gruppe schließt an das Niveau vor der Corona-Pandemie an. Das deutliche Plus sowohl bei den Prämien als auch beim Gewinn wurde in einem weiterhin herausfordernden Umfeld erwirtschaftet, denn die Pandemie hat uns auch im ersten Halbjahr weiter begleitet und in unterschiedlicher Ausprägung unseren Alltag beeinflusst. Als positiven Einfluss für unsere stabile Entwicklung sehe ich unser Geschäftsmodell, das allen regionalen Gruppengesellschaften die erforderliche unternehmerische Freiheit gibt, um mit lokal abgestimmten Angeboten und Lösungen erfolgreich zu sein. Es ermöglicht uns als größte internationale Versicherungsgruppe in Zentral- und Osteuropa in den unterschiedlichen Situationen der einzelnen Länder unserer Region rasch und individuell zu agieren“, erklärt Generaldirektorin Elisabeth Stadler.
Die Prämiensteigerungen sind in allen Sparten, mit Ausnahme der Einmalerläge in der Lebensversicherung, zu vermelden. Vor allem die sonstige Sachversicherung verzeichnete ein starkes Prämienplus von 5,7 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Auch in der Kfz-Versicherung konnte in der Kaskoversicherung ein deutliches Plus von 7,3 Prozent auf 709 Millionen Euro und in der Haftpflicht von 3,7 Prozent auf 810 Millionen Euro verzeichnet werden. In der Krankenversicherung stiegen die Prämien auf 368 Millionen Euro (+3,3 %). Während die Lebensversicherung mit laufender Prämienzahlung auf 1.362 Millionen. Euro (+ 1,9 %) erhöht werden konnte, verzeichnete das Geschäft mit den Einmalerlägen einen strategiekonformen Rückgang um 6,7 Prozent auf 446 Millionen Euro. Die prämienmäßig höchsten Steigerungen erzielten die Segmente Tschechische Republik, Polen, Rumänien und Ungarn.
Die Aufwendungen für Versicherungsfälle abzüglich der Anteile der Rückversicherung lagen mit 3,6 Milliarden Euro um 0,9 Prozent über dem Wert der Vorjahresperiode.
Das Ergebnis vor Steuern liegt mit 251,4 Millionen Euro um 25 Prozent über dem Vorjahreswert. Es beinhaltet getroffene Vorsorgen für Covid-19 und Unwetterereignisse. Das Ergebnis nach Steuern und nicht beherrschenden Anteilen betrug zum Halbjahr 2021 186,3 Millionen Euro und ist um 47,5 Prozent höher als im Vorjahr.
Die aufsichtsrechtliche Solvenzquote der VIG-Gruppe beträgt zum 30. Juni 2021 267 Prozent und zeigt weiterhin eine sehr starke und stabile Kapitalausstattung. Das Finanzergebnis (inkl. Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen) erreichte zum Halbjahr 2021 einen Wert von 353,6 Mio. Euro und liegt um 8,9 Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Der Rückgang resultiert vorrangig aus geringeren realisierten Gewinnen und Verlusten. Der Return on Equity vor Steuern konnte von 9,1 Prozent auf 11 Prozent verbessert werden. Die Kapitalanlagen der VIG-Gruppe betrugen zum 30. Juni 2021 37,5 Milliarden Euro.