Dürre auch heuer ein heißes Thema

Österreichische Hagelversicherung VVaG

Die erste Zwischenbilanz des heurigen Sommers ergibt 150 Millionen Euro Schaden in der Landwirtschaft, davon mehr als 100 Millionen Euro durch Hitze und schlechte Niederschlagsverteilung. Ein Blick auf die Niederschlagskarte zeigt, dass es in einigen Regionen viel zu trocken war, besonders in Teilen von Niederösterreich und Oberösterreich, regional in den westlichen Bundesländern sowie in Oberkärnten, im oberen Murtal, Mittel- und Nordburgenland. Während der Tourismus angesichts der Temperaturen von 30 Grad und mehr eine viel umjubelte Hochsaison erlebte, hat die Landwirtschaft erneut gelitten. Was heißt das genau: Während das Wintergetreide trotz eines überdurchschnittlich warmen und vor allem im Norden niederschlagsarmen April – aber einem kühlen und regnerischen Mai – glimpflich davongekommen ist, haben mangelnder Niederschlag und die hohen Temperaturen in den Sommermonaten vielerorts das Grünland und den Mais in Mitleidenschaft gezogen. „Mittlerweile vergeht kaum noch ein Jahr ohne großflächige Dürreschäden in der Landwirtschaft. Die letzten Jahre und insbesondere 2018 sind noch in leidvoller Erinnerung. So entstand in den letzten sechs Jahren in der Landwirtschaft aufgrund der Dürre ein Gesamtschaden in der Höhe einer Dreiviertelmilliarde Euro. Im heurigen Jahr kommen noch mehr als 100 Millionen Euro aufgrund der Trockenheit hinzu. In Summe mit den anderen Wetterextremen Hagel und Überschwemmung beträgt der Gesamtschaden 2019 durch Ernteausfälle mehr als 150 Millionen Euro. Das zeigt: Der Klimawandel – mit all seinen Facetten – ist längst bei uns angekommen und hinterlässt vor allem in der Landwirtschaft seine Spuren“, so der Vorstandsvorsitzende der Österreichischen Hagelversicherung, Dr. Kurt Weinberger, in einer ersten Bilanz.