Fast jedes Unternehmen betroffen

VVO

Im Bild v.l.n.r: Ing. Martin Heimhilcher, Obmann Sparte Information & Consulting der Wirtschaftskammer Wien Mag. Remi Vrignaud, VVO-Vizepräsident und Vorstandsvorsitzender der Allianz Gruppe in Österreich Dr. Othmar Thann, Direktor des KFV Oberstleutnant Wilhelm Seper, BA., Stv.-Leiter des Cybercrime-Competence-Center des .BK Prof. Dr. Louis Norman-Audenhove, Generalsekretär des VVO, © APA/Hautzinger

Die Cybercrimeversicherung ist die neue Feuerversicherung der Klein- und Mittelbetriebe, denn über 39 Prozent aller Klein- und Mittelbetriebe in Österreich wurden im letzten Jahr Opfer einer Cyberattacke. Das geht aus einer KFV Studie hervor, wobei die Dunkelziffer der nicht angezeigten Schadensfälle weit höher anzusetzen sind. Ein Problem ist aber auch, dass viele Straftaten nicht zur Anzeige gelangen und daher die Verfolgungsbehörden keine Möglichkeit haben, den Angriff zu verifizieren. Der durchschnittliche Schaden bei einer Attacke liegt zwischen 400 und 1.500 Euro. Bei dem größten in Österreich gemeldeten Schaden im heurigen Jahr wurde durch einen erpresserischen Angriff 4 Mio. Euro Schaden verursacht. Mag. Remi Vrignaud, Vorstandsvorsitzender der Allianz Gruppe in Österreich: „Cybercrime ist kein Delikt, das nur große Konzerne bedroht. Es ist wichtig, dass Österreichs KMU erkennen, welche Bedrohung auf sie zukommt. Durch einen Feind, den man nicht sieht, der aber von Tag zu Tag besser und effizienter wird. Umdenken in Sachen Sicherheit ist ein Gebot der Stunde. Allein auf Sicherheitsmaßnahmen aus früheren Zeiten zu bauen, gefährdet die Existenz jedes Unternehmens“. Fehlendes Risikobewusstsein spiegelt sich gerade in KMU auch im Arbeitsalltag wider: So werden laut KFV-Studie verdächtige Mails zwar gelöscht und Computer-Updates durchgeführt und fast alle Unternehmen besitzen ein Anti-Viren-Programm, doch darüber hinausgehende Maßnahmen wie ein externes Datenbackup (zwei Drittel der Unternehmen) oder der Besuch von Schulungen (nur 41 Prozent) werden weit seltener durchgeführt. Das Bewusstsein der Unternehmer gehört geschärft und Präventionsmaßnahmen gestärkt. Die Wirtschaftskammer Wien bietet ihren Mitgliedern eine Cybersecurity Hotline an. Rund um die Uhr 7 Tage die Woche bietet die Wirtschaftskammer in Kooperation mit zertifizierten IT Experten Soforthilfe Maßnahmen. Über 80 Prozent der Fälle können im kostenlosen Erstkontakt gelöst werden. Lesen Sie mehr dazu im nächsten risControl PRINT.