Generali blickt zufrieden auf 2018

von Mag.Christian Sec

CEO Alfred Leu, CFO Klaus Wallner ©Richard Tanzer/APA

Die Generali Österreich konnte in einem gesättigten Marktumfeld ihr Prämienvolumen um 2,1 Prozent auf 2.638 Mio. Euro steigern. Das Wachstum lag damit deutlich über dem Marktniveau (+1,2%). Dabei verzeichnete das Unternehmen in allen drei Sparten ein Prämienwachstum.
Der größte Anteil am Prämienvolumen entfiel auf den Schaden/Unfall-Bereich, der einen Anstieg von 2,5 Prozent verzeichnete. in der Krankenversicherung steigerte sich das Prämienvolumen um 5,2 Prozent auf 302 Millionen Euro. Auch in der Sparte Leben haben trotz schwieriger Rahmenbedingungen die Prämien um 0,4 Prozent auf 827 Millionen Euro zugelegt, während der Gesamtmarkt LV um 3,6 Prozent zurückging. Aufgeteilt nach Gesellschaften entfallen auf die Generali Versicherung 2.359 Millionen Euro Prämien, auf die Europäische Reiseversicherung 67 Millionen Euro und auf die BAWAG P.S.K. Versicherung 211 Millionen Euro. Dabei hat sich bei Letzterer die angekündigte Auflösung der langjährigen Partnerschaft von BAWAG und Post negativ auf die Prämienentwicklung ausgewirkt, wie die beiden Vorstände der Generali Österreich CFO Klaus Wallner und CEO Alfred Leu vor Journalisten erklärten. Der Jahresüberschuss betrug 2018 insgesamt 167 Millionen Euro, der fast zur Gänze an den Mutterkonzern in Triest ausgeschüttet wird. Dies sei aufgrund der guten Kapitalbasis möglich, die es nicht notwendig macht zu thesaurieren, gibt Wallner zu Protokoll. Das Operationale Ergebnis betrug im letzten Jahr 236 Millionen Euro und lag damit um acht Millionen über der Zielvorgabe. Auch der Marktanteil der Generali stieg leicht und liegt nun bei 15,3 Prozent. „Wir haben unsere ambitionierten Ziele, die wir uns für 2018 gesteckt haben, alle erreicht“, bilanziert zufrieden.

Hohe Kundenzufriedenheit

Leu führt den Erfolg vor allem auf die hohe Kundenzufriedenheit zurück, die er versucht durch einige positive Kennzahlen zu untermauern: So liegt die Costumer Retention, ein Maß, mit dem die Kundenbindung über zwölf Monaten gemessen wird bei 93,5 Prozent, was einen internationalen Spitzenwert darstellt, wie Leu verkündet. Einen wichtigen Anteil an der Kundenzufriedenheit schreibt Leu auch der Digitalisierung zu. Schon heute liegt der Anteil der papierlosen Anträge in der Generali bei 96 Prozent.
Die Digitalisierung stellt auch für das Personalmanagement eine große Herausforderung dar, meint Leu. Daher werde man auch das Ausbildungssystem an die neuen Gegebenheiten anpassen, um ein „Up-Skilling und Re-Skilling der Belegschaft zu erreichen. Neben der Kundenzufriedenheit wird auch der Mitarbeiterzufriedenheit starke Aufmerksamkeit geschenkt. Derzeit bleiben 80 Prozent der Lehrlinge auch nach der Ausbildung im Betrieb, so Leu. Diese Quote soll erhöht werden.