Halbjahr

VIG

Prof. Elisabeth Stadler, CEO ©apa/Tanzer

Das Prämienvolumen des ersten Halbjahr bringt der der VIG ein Prämienplus von 5,8 Prozent auf 5.447 Mio. Euro. In allen Sparten – auch im seit Jahren rückläufigen Einmalerlagsgeschäft mit Lebensversicherungen – wurde ein Prämienplus erzielt. Wachstumstreiber waren vor allem das Sachversicherungsgeschäft, die Kfz-Kaskoversicherung und die Krankenversicherung. Besonders erfreuliche Prämienzuwächse verzeichneten die Segmente Bulgarien, Polen und das Baltikum. Das organische Prämienwachstum der Konzerngesellschaften in der CEE-Region betrug – bereinigt um die Erstkonsolidierungen von Gesellschaften in Polen, dem Baltikum und in Bosnien-Herzegowina – solide 4,1 %. Das Finanzergebnis (inkl. Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen) erzielte zum Halbjahr 2019 einen Wert von 423,2 Mio. Euro und liegt um 17 % unter dem Vorjahresergebnis, welches vorwiegend durch Einmaleffekte auf Grund höherer realisierter Gewinne begünstigt war. Mit 257,1 Mio. Euro lag das Konzernergebnis (vor Steuern) um 10,5 % deutlich über dem Vorjahreswert. Das Ergebnis der Vorjahresperiode war durch eine Abschreibung von Firmenwerten im Segment Rumänien belastet. Bemerkenswerte Zuwächse im Ergebnis konnten die Segmente Österreich, Bulgarien, das Baltikum und Sonstige CEE aufweisen. Die Strategie des profitablen Wachstums zeigt sich auch im Ergebnis nach Steuern und nicht beherrschenden Anteilen, das zum Halbjahr 2019 um 10,5 % auf 151 Mio. Euro verbessert werden konnte.

Die Combined Ratio des Konzerns liegt mit 96,4 % nahezu auf dem Vorjahreswert von 96,3 %, obwohl zusätzliche Schadenaufwendungen infolge von Schneedruckschäden und dem Sturm Eberhard die Schadenquote negativ beeinflusst haben. Sehr positive Entwicklungen bei der Combined Ratio weisen die Segmente Baltikum (- 3,8 %‑Punkte), Bulgarien (- 3,5 %‑Punkte) und Übrige Märkte mit Deutschland (- 6,8 %‑Punkte) auf. „Damit wir uns in Richtung des angestrebten Zieles von 95 % für 2020 bewegen, werden wir unser Augenmerk weiter auf die Optimierung unseres Geschäftsmodells, sowohl schaden- als auch kostenseitig, legen. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir unsere Ziele für 2019 erreichen. Das heißt, wir steuern auf ein Prämienvolumen von 9,9 Mrd. Euro und einen Gewinn (vor Steuern) von 500 bis 520 Mio. Euro zu. Dazu stimmt uns auch das gute wirtschaftliche Umfeld in der CEE-Region positiv. Erst im Juli 2019 hat das Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche veröffentlicht, dass sich die Konjunktur in den mittel-, ost- und südosteuropäischen Ländern weit weniger abkühlt als erwartet. Die Prognosen in der Mehrheit der Länder wurden nach oben revidiert“, zieht Prof. Elisabeth Stadler, Generaldirektorin der Vienna Insurance Group, ein sehr zufriedenstellendes Resümee zum Halbjahresergebnis 2019.