Jahresergebnis 2021

UNIQA Insurance Group

Dr. Andreas Brandstetter, Vorsitzender des Vorstands, UNIQA Österreich Versicherungen AG (© HANS KLAUS TECHT / UNIQA Insurance Group AG / APA-Fotoservice)

Die UNIQA Insurance Group hat ihre vorläufigen Bilanzzahlen für das Jahr 2021 veröffentlicht. Das Ergebnis vor Steuern liegt bei 382,5 Millionen Euro. Die verrechneten Prämien sind um 14,2 Prozent auf 6,35 Milliarden Euro gestiegen. Die Combined Ratio konnte von 97,8 auf 93,7 verbessert werden.
„Wir blicken auf ein ausnehmend erfolgreiches Jahr 2021 mit einem exzellenten Geschäftsverlauf, einer sehr zufriedenstellenden Profitabilitätsentwicklung und guten Ergebnissen in der Veranlagung zurück. Trotz außerordentlich hoher Belastungen aus Großschäden und Naturkatastrophen von über 300 Millionen Euro vor Rückversicherung konnten wir unsere Combined Ratio auf 93,7 Prozent verbessern und unseren Wachstumskurs, insbesondere durch die erfolgreich abgeschlossene Integration der ehemaligen AXA-Gesellschaften in CEE, fortsetzen“, so Andreas Brandstetter, CEO UNIQA Insurance Group AG.
Die verrechneten Prämien bei UNIQA Österreich erhöhten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 2,1 Prozent auf rund 3,9 Milliarden Euro. Die gesamten verrechneten Prämien erhöhten sich 2021 unter Berücksichtigung der fonds- und der indexgebundenen Lebensversicherung um 14,2 Prozent auf 6,35 Milliarden Euro. Die Ergebnisse der Schaden- und Unfallversicherung sing um 15,9 Prozent, die in der Krankenversicherung um 5 Prozent und in der Lebensversicherung um 18,3 Prozent gestiegen. Die Versicherungsleistungen im Eigenbehalt sind nur um 11,1 Prozent gewachsen. Die Schadenquote nach Rückversicherung in der Schaden- und Unfallversicherung verringerte sich 2021 trotz einer deutlichen Belastung aus Naturkatastrophen und Großschäden aufgrund einer günstigen Basisschadenentwicklung auf 61,3 Prozent. Die Schadenbelastung aus Naturkatastrophen war dabei mit rund 94 Millionen Euro (nach Rückversicherung) weit über dem Durchschnitt der letzten Jahre. Vor allem im Bereich der Kfz-Versicherung gab es allerdings rückläufige Schadenaufwände aufgrund der geringeren Mobilität im Jahr 2021 in Zusammenhang mit Covid-19. Das versicherungstechnische Ergebnis der Group steig aufgrund der verbesserten Kostenentwicklung und der günstigen Schadenbelastung um 167,2 Prozent auf 209,2 Millionen Euro. Das operative Ergebnis erhöhte sich um 137,4 Prozent auf 588 Millionen Euro. Die Gesamtkostenquote verringerte sich im abgelaufenen Jahr auf 27,4 Prozent. Der Kapitalanlagebestand der UNIQA Group (inklusive als Finanzinvestitionen gehaltener Immobilien, nach der Equity-Methode bilanzierter Finanzanlagen und sonstiger Kapitalanlagen) sank im Geschäftsjahr 2021 um 2,4 Prozent. Das Kapitalanlageergebnis stieg um 28,2 Prozent auf 648,0 Millionen Euro (2020: 505,4 Millionen Euro). Ausschlaggebend dafür waren Realisate aus Aktienfonds, fest-verzinslichen Wertpapiere und im geringeren Ausmaß Gewinne aus der Veräußerung von Immobilien. Währungseffekte in Höhe von 8,8 Millionen Euro belasteten das Kapitalanlageergebnis negativ.
Ausblick
UNIQA rechnet im Jahr 2022 mit unveränderten bzw. steigenden Prämien und geht von einer Combined Ratio in etwa auf dem Niveau von 2021 aus. Aufgrund des Geschäftsverlaufs im vergangenen Jahr, der Entwicklung und dem Fokus der laufenden Optimierung des versicherungstechnischen Ergebnisses und weiteren Umsetzungsschritten des Wachstumsprogramms „UNIQA 3.0 – Seeding the Future“ blickt UNIQA optimistisch in das Jahr 2022.
Dieser Ausblick erfolgt unter den Annahmen, dass sich die makroökonomischen Entwicklungen im Jahresverlauf nicht deutlich verschlechtern, keine schwerwiegenden Verwerfungen auf Kapitalmärkten eintreten und die Schäden aus Naturkatastrophen im Durchschnitt der vergangenen Jahre liegen. Aufgrund der aktuell sehr angespannten politischen Situation zwischen Russland und der Ukraine sind alle Erwartungen für das Gesamtjahr 2022 mit hoher Unsicherheit behaftet. Weitere Auswirkungen der politischen Krise auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung insbesondere in Europa, die Einschätzung der künftigen EZB-Politik, die Reaktionen auf dem Kapitalmarkt sowie die Inflationsentwicklung sind daher aktuell schwer zu prognostizieren.