Jungfamilien Studie

Helvetia Österreich

Werner Panhauser Christina Matzka und Thomas Neusiedler ©Helvetia

»Zukunftssorgen sind für Österreicher in erster Linie Geldsorgen. Im letzten Jahr haben wir Berufseinsteiger befragt und herausgefunden, dass mehr als zwei Drittel der jungen Erwachsenen ihren eigenen Lebensabend als nicht finanziell abgesichert sehen. Da hat uns natürlich jetzt interessiert, wie die darauffolgende Generation, die jungen Familien, lebt und vorsorgt – auch für ihren Nachwuchs«, erklärt Thomas Neusiedler, Vorstand für Schaden-Unfall bei Helvetia Österreich: »Immerhin gibt es derzeit 2,4 Mio. Familien in Österreich, davon 1,4 Mio. mit Kindern – und die Fertilitätsrate ist in den letzten Jahren wieder gestiegen.«

Wie Jungfamilien von Ost bis West leben

Doch wie sehen die Lebensumstände der »Jungfamilie Österreichs« aus? 48 % der Jungfamilien haben ein Kind, 43 % zwei und 9 % mehr als drei Kinder unter 14 Jahren. Mit 56 % wohnt deutlich mehr als die Hälfte in Eigentumsverhältnissen: 45 % in Einfamilienhäusern, 43 % in Wohnungen und 9 % in Reihenhäusern. Die durchschnittliche Wohnfläche beträgt 128,9 m2. Fast sieben von zehn Familien haben tierische Familienmitglieder: Ihren Haushalt teilen 41 % mit Katzen, 30 % mit Hunden und 12 % mit Nagetieren. Im Durchschnitt besitzt jede Familie 1,6 Pkw, 3 % davon sind Elektro- oder Hybridfahrzeuge. 19 % fahren Motorrad, 6 % E-Bike und 4 % E-Roller. Neun von zehn Familien machen regelmäßig Urlaub – im Durchschnitt 1,8 Reisen mit mehr als vier Übernachtungen pro Jahr. Das sind einige Ergebnisse der repräsentativen Studie, die das unabhängige Marktforschungsinstitut TripleM für Helvetia Österreich im ersten Quartal 2019 durchgeführt hat. Dafür wurden rund 500 Personen, die in österreichischen Haushalten mit Kind/ern unter 14 Jahren leben und in Fragen von Finanzierung und Vorsorge im Haushalt zumindest mitentscheiden, zu ihrer Lebenssituation sowie ihrem Spar- und Vorsorgeverhalten online befragt.

Gutes Auskommen und überdurchschnittliche Sparquote
Neun von zehn Jungfamilien geben an, mit ihrem Einkommen gut auszukommen – 40 % erwarten sich zudem eine Verbesserung ihrer finanziellen Situation in den nächsten zwei bis drei Jahren. »Nichtsdestotrotz haben 13 Prozent der Jungfamilien ein schlechtes Auskommen und damit keine Möglichkeit, zu sparen und vorzusorgen«, betont Christina Matzka, Geschäftsführerin des Markt- und Meinungsforschungsinstituts TripleM, das die Studie für Helvetia durchgeführt hat.

Erwartungsgemäß entfällt der größte Ausgabenanteil mit knapp 36 % auf Wohnen, gefolgt von Lebenserhaltungskosten mit 23 %. Insgesamt geben 73 % der befragten Familien an, Geld – wieviel auch immer – auf die Seite zu legen. »Mit 6,9 Prozent der Ausgaben liegt die Sparquote bei Jungfamilien leicht über dem Durchschnitt in Österreich – dieser beträgt derzeit laut aktuellen Zahlen aus 2017 von der Statistik Austria 6,4 Prozent«, so Matzka. Jungfamilien, die sparen können, investieren derzeit durchschnittlich 155 Euro im Monat in die Zukunftsvorsorge.

Derzeit nutzen bereits zwei Drittel der Jungfamilien (66 %) die Lebensversicherung als Sparform. Weitere sieben Prozent planen, in nächster Zeit eine Lebensversicherung abzuschließen. Damit liegt die Lebensversicherung genau auf demselben Niveau wie das klassische Sparbuch, das ebenfalls von 66 Prozent genutzt und von sieben Prozent geplant wird.

Gut versichert mit Lebensversicherungen
Insgesamt nutzen Jungfamilien im Durchschnitt 4,2 Versicherungen bei 2,4 Versicherungsinstituten. Die meist verbreiteten Versicherungen sind Haushalt und Kfz: Jeweils 85 % der Familien besitzen eine Haushalts- bzw. Kfz-Versicherung. An zweiter Stelle folgt bereits die Zukunftsvorsorge: Sieben von zehn Familien haben eine Lebens-/Pensionsversicherung. »Dieser hohe Anteil an Versicherungen zur Zukunftsvorsorge überrascht, immerhin gilt Österreich noch immer als Land der Bausparer. Junge Familien wissen offenbar, dass die Lebensversicherung gut als Pensionsvorsorge und steuerschonende Sparform genutzt werden kann«, so Werner Panhauser, Helvetia Vorstand Marketing & Vertrieb.

Der Anteil der Familien mit Zukunftsvorsorge steigt naturgemäß mit dem Einkommen sowie dem zunehmendem Alter. Laut den Ergebnissen haben auch überdurchschnittlich viele Helvetia-Kunden (78%) eine Lebens- oder Penisonsvorsorge. 66 % der Familien leisten sich außerdem eine Rechtsschutz-, 60 % eine private Unfallversicherung. 37 % verfügen über eine private Krankenversicherung, 15 % über eine Haustierversicherung. Jeweils 2 % besitzen eine E-Bike- oder Cyber-Versicherung.

Investition in Zukunft der Kinder: 57 Euro pro Monat
Österreichische Familien bestätigen die Bedeutung von Vorsorge für die Kinder: 86 % stimmen der Aussage vollkommen oder eher zu, dass »man nicht früh genug mit Vorsorge anfangen kann«. 77 % der Eltern meinen, dass »Eltern den Grundstein für die Vorsorge der Kinder legen müssen«.

Über ein Drittel (37 %) der Sparausgaben der Eltern ist speziell für den Nachwuchs vorgesehen – der durchschnittliche Sparbetrag speziell für Kids beläuft sich auf 57 Euro im Monat. Für ein gutes Drittel der Kinder (34 %) sparen auch noch andere Familienmitglieder wie Großeltern, unter Helvetia-Kunden liegt dieser Anteil sogar bei 45 %. Von den lieben Verwandten wird mehr gespart, im Durchschnitt 84 Euro pro Monat. Die Sparziele sind eindeutig und klar: Ausbildung, Führerschein/das erste Fahrzeug und eigener Wohnraum führen das Ranking mit Abstand an.

Aufklärbedarf bei Kindervorsorgeformen
Für die Kinder sind der Bausparvertrag mit 58 % und das klassische Sparbuch mit 55 % die beliebtesten Sparformen. 19 % haben bereits eine Lebensversicherung für die Kinder abgeschlossen, 18 % in Immobilien angelegt. »Uns erstaunt, dass bei der Vorsorge für Kinder eher auf konservativere Modelle gesetzt wird, zumal es attraktivere Vorsorgemodelle gibt. Offensichtlich gibt es hier Aufklärbedarf«, so Panhauser.

Dabei ist gerade bei Kindern eine lebensbegleitende Vorsorge notwendig, die sich rasch neuen Wünschen und Bedürfnissen anpassen kann. Panhauser: »Unsere Kindervorsorge, gleich ob klassisch oder fondsgebunden, wurde bereits mit dem Weitblick entwickelt, für alle Situationen die passende Lösung zu bieten. Aktuell machen Kinder unter 15 Jahren rund 3,5 Prozent unserer Kunden aus, davon haben über die Hälfte ein Kinderprodukt. Wir merken den Trend zur Fondsgebundenen Lebensversicherung, sie liegt bei knapp 83 Prozent bei den Kinderprodukten.« Zuzahlungen und Entnahmen, eine Auszeitvereinbarung bei bestimmten Ereignissen bei gleichbleibendem Versicherungsschutz, sowie eine Versorgerklausel, die bei Tod des Versorgers greift, runden das Paket für die Kindervorsorge ab. Helvetia Bambino und CleVestino können bereits ab 25 Euro im Monat abgeschlossen werden.

Nachhaltigkeit im Finanzbereich wird wichtiger
Nachhaltigkeit wird auch als Anlagethema immer wichtiger: 44 % der Befragten würden ihren Anlageberater aktiv auf ein Anlageprodukt ansprechen, das auf soziale und ökologische Verträglichkeit achtet. »Die Versicherungsverhältnisse der Jungfamilien spiegeln auch unsere Einschätzung wider – neben Sicherheit und Rendite wird auch Nachhaltigkeit immer stärker nachgefragt. Dem Wunsch tragen wir seit heuer mit unserer FairFuture Lane, die ausschließlich in nachhaltige Fonds investiert, Rechnung«, so Thomas Neusiedler.

Zukunftsvorsorge hat hohen Stellenwert
Insgesamt wird Vorsorge bei österreichischen Jungfamilien hoch gehalten: Für 25 % hat sie einen sehr, für weitere 56 % einen eher hohen Stellenwert. »Was wir besonders interessant finden: Helvetia-Kunden, und das waren repräsentativ etwa acht Prozent der Befragten, messen der Vorsorge tendenziell mehr Bedeutung bei als der Durchschnitt«, ergänzt Panhauser.

Auch bei Familien mit Kindern bis 14 Jahren steht beim Begriff Vorsorge die Assoziation Alters-/Pensionsvorsorge im Vordergrund (36 %). 31 % assoziieren damit Anlageformen, 16 % Versicherungen. An die Familie oder die Kinder denkt beim Begriff Vorsorge spontan nur jeder zehnte Befragte. Jeder zweite Befragte sorgt für Alter/Pension vor, ein Drittel für die Familie. Danach folgen mit jeweils 13 % Gesundheit, Sicherheit und Wohnraum.