Keine Winterfreude

ZAMG

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Innerhalb der letzten zehn Tage hat es in Hochfilzen 3,11 Meter Neuschnee gegeben. In einigen Regionen spricht man bereits von einem 30- bis 100-jährlichen Ergebnis. Ab heute soll es in einigen Regionen, mit Schwerpunkt Vorarlberg bis zum Mostviertel wieder vermehrt zu starken Schneefällen kommen. Betrachtet man die Neuschneesumme der letzten Tage (Summe der täglichen Neuschneemenge), haben einige Regionen bereits sehr extreme Werte erreicht. So sind zum Beispiel in Hochfilzen innerhalb der letzten zehn Tage 311 Zentimeter Neuschnee zusammengekommen, in Bad Mitterndorf rund 280 cm, in Seefeld 208 cm, in der Ramsau am Dachstein und in Lofer rund 170 cm. „Grob kann man sagen, dass diese Neuschneemengen selbst im klassischen Nordstau oberhalb von etwa 800 Meter Seehöhe statistisch gesehen nur alle 30 bis 100 Jahre vorkommen. Das gilt vor allem für die Regionen vom Tiroler Unterland über Salzburg bis hin zur Dachstein- und Hochkarregion. Weiter im Westen und Süden sind die Schneemengen auch im Bergland deutlich geringer“, sagt Alexander Radlherr von der ZAMG in Innsbruck. Durch die Schneemengen steigen auch die Schneelasten auf den Gebäuden. Durch die enormen Schneelasten sind viele Dächer besonders Flachdächer und Hallen gefährdet. Durch die Schnee- und Regenmengen werden die Schneelasten auf den Gebäuden steigen. Auf Gebäuden, die nach der aktuellen Norm gebaut sind, liegt die Schneelast derzeit bei 30 bis 40 Prozent der Normschneelasten. Bis Dienstag dürften es dann 50 bis 60 Prozent, vereinzelt bis 80 Prozent sein. Anders ist die Situation bei Gebäuden, die nach der Schneelastnorm im Zeitraum 1983 bis 2006 gebaut wurden. Hier können die Normlasten in den schneereichen Regionen überschritten werden.
Quelle: ZAMG