Neuer Rahmenvertrag fixiert

Fachverband der Versicherungsmakler

Unterzeichnung des erneuerten Rahmenvertrages

Wie bereits bei der Herbstroadshow des Fachverbandes vorgestellt wurde nun am 9.1.2019 in den Räumlichkeiten des Fachverband der erneuerte Rahmenvertrag mit UNIQA und Generali Versicherung unterzeichnet.
Im Jahr 2004 war es erstmals unter Verhandlungsführung des damaligen Fachverbandobmannes Gunther Riedlsperger und der Generali Versicherung AG gelungen, einen Rahmenvertrag in der Vermögenschadenhaftpflicht zu entwickeln. Es fanden sich zwei Versicherer, die bereit waren, den Mitgliedern eine überaus attraktive Berufshaftpflicht anzubieten, die UNIQA Österreich Versicherungen AG und die Generali Versicherung AG. Durch den damaligen Vertrag war es den Mitgliedern des Fachverbandes möglich, den Vorgaben der EU-Versicherungsvermittlungs-Richtlinie und der GewO hinsichtlich des Versicherungsschutzes in Höhe der geforderten (Mindest-) Versicherungssummen gerecht zu werden. Infolge der Versicherungsvermittlungsnovelle 2018 war eine Anpassung des Rahmenvertrages notwendig, zumal eine zeitliche Begrenzung der Nachdeckung des Versicherers unzulässig ist. Darüber hinaus wurden weitere Verbesserungen des bestehenden Rahmenvertrages vorgenommen. Ergebnis hieraus ist die Rahmenvereinbarung 2018 zwischen dem Fachverband der Versicherungsmakler einerseits und der UNIQA Österreich Versicherungen AG und der Generali Versicherung AG andererseits, die an allen auf der Rahmenvereinbarung basierenden Verträgen wechselseitig je zu 50 % beteiligt sind. Der erneuerte Rahmenvertrag weist zahlreiche neue Deckungsverbesserungen auf. Neuverträge sind nur mehr mit unbegrenzter Nachdeckung zu erhalten, auf Basis der bisherigen Prämie bei 5-jähriger Nachdeckung. Neuformuliert wurde der Ausschluss für „bewusstes Zuwiderhandeln“. Deckungsschädlich nur bei bedingtem Vorsatz hinsichtlich der Inkaufnahme des Schadens. Erweiterte Deckung bei Freizeichnungsvereinbarung bzw. Verzicht auf den Verjährungseinwand gegenüber dem Geschädigten. Versicherungsschutz gibt es auch für Coaching, Mediation und Lehrtätigkeit, soweit dies nicht einer anderen Pflichtversicherung unterliegt. Neu ist auch der Konsultationsmechanismus, den es bisher nur bei Kündigung im Schadensfall gegeben hat, gibt es jetzt auch bei Ablaufkündigung. Bei Altverträgen mit unbegrenzter Nachdeckung gelten die Deckungsverbesserungen rückwirkend in voller Höhe, wenn der Altvertrag aufrecht bleibt. Bei Umstieg eines Altvertrages mit begrenzter Nachdeckung gelten die Deckungsverbesserungen automatisch für die Zukunft, rückwirkend nur mit 20 Prozent der Versicherungssumme pro Schadensfall, gedeckelt mit 40 Prozent der vereinbarten Summe. Der umfangreiche Versicherungsschutz ist in drei verschiedenen hohen Versicherungssummen 1,5 Mio; 2 Mio. und 3 Mio. Euro erhältlich. Fachverbandsobmann-Stellvertreter Akad. Vkfm. Gunther Riedlsperger und Leiter der Arbeitskreises Recht im Fachverband, Dr. Klaus Koban, die maßgeblich für den Fachverband die Bedingungen ausverhandelten, zeigen sich über die Verbesserungen unisono zufrieden: „Die Deckungsverbesserungen reduzieren das persönliche Risiko des Unternehmers. Ein möglichst weitreichender Versicherungsschutz dient nicht nur dem Versicherungsmakler, sondern auch den Versicherungskunden, denen wir gemäß § 27 MaklerG verpflichtet sind.“ Fachverbandsobmann Christoph Berghammer dankt den Verhandlungsführern und streicht hervor: „Die qualitativ hochwertige Tätigkeit der Versicherungsmakler zeigt sich insbesonders in der Tatsache, dass die Erfüllung der gesetzlichen Erfordernisse samt verbesserten Bedingungen nicht zu höheren Prämien führen.“