Pflegethema

NÜRNBERGER Versicherung

Vorstandsvorsitzender Kurt Molterer
Vorstandsvorsitzender Kurt Molterer

Ende Mai 2018 gab es in Österreich rund 458.000 Pflegegeldbezieher1). In den kommenden Jahren ist unter anderem durch die steigende Lebenserwartung mit einem Anstieg der Pflegebedürftigkeit zu rechnen. Eine repräsentative Umfrage des Instituts für Grundlagenforschung IGF im Auftrag der NÜRNBERGER Versicherung ergab, dass das Risiko, ein Pflegefall zu werden, zwei Drittel der Österreicher Sorgen bereitet. 77 % der Befragten gehen davon aus, dass die staatlichen Mittel für die Sicherung der Pflege im Alter in Zukunft nicht oder eher nicht ausreichen werden. Dazu Kurt Molterer: „Die Menschen machen sich Gedanken darüber, wie sie die Pflegekosten im Alter bestreiten sollen. Die Einführung einer gesetzlichen Pflegeversicherung ist derzeit nicht in Sicht. Wenn eine solche jemals kommen sollte, würde sie, wie auch andere staatliche Versicherungen eine Art Grundversorgung darstellen. Möchte man die finanzielle Pflegelücke weiter reduzieren oder gänzlich schließen, bleibt nur die private Vorsorge bzw. die Kombination der privaten und einer eventuellen gesetzlichen Säule.“ „Auch wenn Konsumentenvertreter (Arbeiterkammer Anmerk.d.Red) empfehlen, Sparprodukte oder Bauspardarlehen als mögliche Vorsorge für den Pflegebedarf in Betracht zu ziehen, ist es nicht sinnvoll, diese beiden Produkte in einen Topf zu werfen“, meint Molterer. Denn dabei werde das Wesen eines Versicherungsproduktes völlig außer Acht gelassen. Bei einer privaten Pflegevorsorge handle es sich um eine biometrische Risikoversicherung, die nach versicherungsmathematischen Grundsätzen funktioniere – also Risiken innerhalb der Versichertengemeinschaft ausgleiche. „So wäre es auch nicht unbedingt zweckmäßig, mit einem Bausparvertrag für Freizeitunfälle oder den Fall einer Berufsunfähigkeit vorzusorgen“, argumentiert Molterer. Dass private Pflegeversicherungen generell teuer seien, ist für Molterer nicht nachvollziehbar. Denn wie bei jedem Risikoprodukt hängt die Prämienhöhe stark davon ab, wann man mit der Vorsorge beginne und welche Leistungen eingeschlossen würden. Mehr dazu im risControl ONline.