Prämienplus

Vienna Insurance Group

Prof. Elisabeth Stadler, CEO ©apa/Tanzer

Die Halbjahreszahlen der VIG Group wurden veröffentlicht. Trotz COVID-19 konnte im ersten Halbjahr ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt werden. Aufgrund der noch nicht einschätzbaren Marktsituation gibt es aber keinen Geschäftsausblick für das Gesamtjahr 2020.

Das Prämienvolumen der Gruppe wurde um 2,4 Prozent auf 5,6 Mrd. Euro gesteigert. Besonders die sonstige Sachversicherung verzeichnete ein signifikantes Prämienplus von 7 %, wozu Steigerungen in vielen Segmenten, wie zum Beispiel Polen, Rumänien, Slowakei und Österreich, beitrugen. Auch in der Krankenversicherung wurde ein Prämienplus von 2,6 % erzielt. Das von den COVID-19-Ausgangs- und Reisebeschränkungen besonders betroffene Kfz-Versicherungsgeschäft erwies sich als stabil, das Prämienvolumen liegt hier auf Vorjahresniveau. In der Lebensversicherung konnte bei den Einmalerlägen ein Prämienplus von 0,7 % erzielt werden. Im gleichen Ausmaß reduzierte sich das Lebensversicherungsgeschäft mit laufender Prämie. Das Finanzergebnis (inkl. Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen) sank um 8,3 Prozent auf 388 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Steuern liegt um 21,8 Prozent geringer als im Vergleichszeitraum des Vorjahres und weist 201,2 Mio. Euro aus. Berücksichtig sind dabei die Firmenwertabschreibungen von rund 120 Mio. Euro für die Märkte Bulgarien, Kroatien und Georgien (wie bereits berichtet). Die Combined Ratio konnte auf 95,5 Prozent verbessert werden. „Trotz der Ausnahmesituation, in der sich unsere Welt durch COVID-19 befindet, weisen wir ein Plus bei den Prämien, eine durch verminderte Schadenaufwendungen und geringere Unwetterschäden verbesserte Combined Ratio sowie eine Solvenzquote von 183 % auf. Obwohl wir Firmenwertabschreibungen getätigt haben, können wir mit etwas über 200 Mio. Euro ein solides Ergebnis vor Steuern aufweisen. Eine sehr gute Basis für die Bewältigung der Herausforderungen sehe ich in unserer starken Kapitalausstattung und unseren eindrucksvollen Bilanzzahlen 2019 als auch in der konsequenten Fortführung der Agenda 2020. Hier machen sich vor allem unsere umfangreichen Investitionen im Rahmen der digitalen Transformation bezahlt. Wir sehen uns gut positioniert, um das operative Geschäft erfolgreich fortzuführen. Dennoch müssen wir wegen der bestehenden Pandemie mit dämpfenden Auswirkungen auf unseren weiteren Geschäftsverlauf in diesem Jahr rechnen. Aufgrund der weltweit anhaltenden Unsicherheit ist es derzeit nicht möglich, einen Geschäftsausblick zum Jahresende abzugeben“, erklärt Generaldirektorin Elisabeth Stadler.