PZV Studie

FMA

Im Jahr 2017 lagen die Zahlen der Neuverträge bei der prämienbegünstigten Zukunftsvorsorge um 22 Prozent niedriger als im Jahre 2016. Von den 22 Unternehmen am PZV Markt betrieben nur noch sieben Neugeschäft. Durch die rückläufige Neuverträge verringerten sich auch die Nettozuflüsse auf 862,2 Mio.Euro. Bei Versicherungen ließ das Prämienvolumen um 5,3 Prozent nach, während es bei Kapitalanlagegesellschaften um 25,4 Prozent zurückging. Die KAGs haben sich mit dem Jahr 2010 aus dem Neugeschäft zurückgezogen. Insgesamt wurden im Jahr 2017 noch 1.289.833 PZV Verträge verwaltet. In einem günstigen Börsenumfeld erzielte das in der PZV veranlagte Vermögen vor Kosten eine (volumensgewichtete) Rendite von 9,6 Prozent, nach 5,8 Prozent im Jahr 2016. Getrieben von der Veranlagungs-Performance erhöhte sich das in der PZV verwaltete Vermögen 2017 um 6,5 Prozent auf 8,9 Mrd. Euro. Bei Versicherungsunternehmen, die einen Anteil von 98 Prozent des verwalteten Vermögens halten, stieg das Volumen um 7,5 Prozent auf 8,8 Mrd. Euro, während Kapitalanlagegesellschaften einen Rückgang von -30 Prozent auf 164 Mio.Euro verzeichneten. Die Kosten der PZV bemessen sich an der kalkulierten Prämie. Sie liegen, je nach Anbieter, bei 6 – 10,5 Prozent. Im Durchschnitt betragen sie bei Produkten mit 20-jähriger Laufzeit 8,2 Prozent, bei solchen mit 30-jähriger Laufzeit 9,6 Prozent der kalkulierten Prämienhöhe. Die Marktkonzentration liegt weiterhin auf hohem Niveau. Der kumulierte Marktanteil der Top-3-Anbieter im Versicherungsbereich liegt gemessen am Nettoprämienvolumen bei 55 Prozent.