Satelliten­daten

Österreichische Hagelversicherung VVaG

Weizenfeld

Am 18. Und 19. Februar fand an der Universität für Bodenkultur die internationale Jahrestagung 2019 der Gesellschaft für Informatik in der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft (GIL) statt. Unterstützt von der Österreichischen Hagelversicherung wurde das Leitthema „Digitalisierung für landwirtschaftliche Betriebe in klein strukturierten Regionen – ein Widerspruch in sich?“ verfolgt. Dazu Dr. Kurt Weinberger, Vorstandsvorsitzender der Österreichischen Hagelversicherung und Uniratsvorsitzender der BOKU: „Ohne Digitalisierung könnten wir heute nicht als Naturkatastrophenversicherer für die Landwirtschaft in Österreich und 5 osteuropäischen Märkten tätig sein. Ohne Digitalisierung könnten wir nicht neben Hagel auch Sturm, Überschwemmung, Dürre und Frost versichern und dabei mehr als 100.000 Feldstücke jährlich begutachten. Ohne Digitalisierung könnten unsere Kunden keine Satellitendaten nutzen. Wir stellen seit zwei Jahren allen unseren Kunden bei uns im Haus aufbereitete Satellitendaten kostenlos zur Verfügung, die sowohl zur Ertragssteigerungen wie auch zu Schadensminderungen beitragen können. Wir sind damit führend in ganz Europa.“ Satellitengesteuerte Mähdrescher, die zentimetergenau über den Acker navigieren, sind nur ein Beispiel dafür, dass die Digitalisierung die Landwirtschaft bereits nachhaltig erfasst hat. „Die Digitalisierung entwickelt sich auch im Agrarsektor rasant weiter und soll den Landwirten die Arbeit erleichtern. Die Landwirtschaft 4.0 ist dabei ein wichtiges Instrument für die Betriebe, um effizient und ressourcenschonend arbeiten zu können. Es müssen sich innovative Ideen hinsichtlich Funktionalität, Kosten und Benutzerkompatibilität bewähren, damit digitale Innovation schlussendlich durch Transparenz und Nachvollziehbarkeit für eine höhere gesellschaftliche Akzeptanz landwirtschaftlicher Produktionsverfahren sorgen,“ so der GIL-Vorsitzende Dr. Markus Gandorfer von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft.