Stabiles Jahr 2018

Im Bild v.l.n.r.:VVO-Generalsekretär Prof. Dr. Louis Norman-Audenhove und VVO-Präsident Mag. Kurt Svoboda

Laut Versicherungsverbandspräsidenten Mag. Kurt Svoboda war das vergangene Jahr herausfordernd, aber stabil in den Ergebnissen. Er appelliert an die Politik, dass es ein Anreizsystem für die 2. und 3. Säule der privaten und betrieblichen Vorsorge geben sollte.

 

Das Jahr 2018 hat den österreichischen Versicherungsunternehmen in Österreich 17,3 Mrd. Euro eingebracht, die Ziffern von den österreichischen Versicherungsunternehmen die in den 90 CEE Ländern tätig sind, waren zur Pressekonferenz noch nicht bekannt. Immerhin sind es über 90 Tochtergesellschaften die im Jahr 2017 ein Nettoprämienvolumen in Höhe von 5,3 Mrd. Euro erwirtschaftet haben. „Erste Berechnungen zeigen für das Geschäftsjahr 2018 sowohl in der Krankenversicherung wie auch in der Schaden-Unfallversicherung ein Prämienwachstum, in der Lebensversicherung jedoch einen Rückgang der Prämienentwicklung. Insgesamt vermerkt die österreichische Versicherungswirtschaft im vergangenen Jahr ein Wachstum der Prämieneinnahmen um 1,2 Prozent auf 17,3 Milliarden Euro“, so Prof. Dr. Louis Norman-Audenhove, Generalsekretär VVO. Im Durchschnitt hat jeder Österreicher 5 Versicherungsverträge.

 Mit einem Rückgang von 3,6 Prozent beläuft sich das Prämienvolumen der Lebensversicherung 2018 auf rund 5,6 Milliarden Euro. Die laufenden Prämien sanken mit einem Aufkommen von 4,9 Milliarden Euro um 1,7 Prozent. Bei der prämienbegünstigten Zukunftsvorsorge bestehen bei den heimischen Versicherungsunternehmen rund 1,2 Millionen Verträge, das Prämienvolumen daraus beläuft sich auf rund 0,8 Milliarden Euro. Die Einmalerläge verzeichneten mit einem Prämienvolumen von 0,7 Milliarden Euro ein Minus von 14,7 Prozent. Im Jahr 2019 dürfte die Lebensversicherung nach ersten Prognosen Prämieneinnahmen von rund 5,5 Milliarden Euro (rund – 2,0 Prozent) verzeichnen.

 

Krankenversicherung

 

Die private Krankenversicherung versteht sich in Österreich als komplementärer Partner der gesetzlichen Krankenversicherung. Über die Sonderklassehonorare trägt sie wesentlich zum Erhalt erstklassiger Medizin in Österreich bei. Damit wird ein entscheidender Beitrag zur Qualität des heimischen Gesundheitssystems geleistet. Für 2018 weist die private Krankenversicherung ein voraussichtliches Plus von 4,3 Prozent mit einem Gesamtprämienvolumen von 2,2 Milliarden Euro auf. Eine erste Prognose weist für die Krankenversicherung 2019 ein Prämienwachstum von rund 3,5 Prozent auf ca. 2,3 Milliarden Euro aus.

 

Schaden-Unfallversicherung

 

Das Prämienvolumen der Schaden-Unfallversicherung (inklusive Kfz-Haftpflichtversicherung) wuchs 2018 auf 9,5 Milliarden Euro an und zeigt somit eine Steigerung von 3,5 Prozent. Für 2019 wird ein Prämienwachstum der Schaden-Unfallversicherung um ca. 3,0 Prozent auf rund 9,8 Milliarden Euro prognostiziert.

 

 

Leistungen

 

Insgesamt wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 6,6 Milliarden Euro, das entspricht einem Rückgang von 7,6 Prozent, an Kunden in der Lebensversicherung ausgezahlt (nicht erfasst sind die Zuführungen zu Rückstellungen für künftige Leistungen bzw. Gewinnbeteiligungen). Im Schaden-Unfallsegment liegen die Leistungen mit 5,9 Milliarden Euro auch im Jahr 2018 auf hohem Niveau, sind gegenüber dem vergangenen Jahr um 2,5 Prozent gesunken. In der Krankenversicherung nahmen die Leistungen um 0,2 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro zu (nicht erfasst sind die Zuführungen zu Rückstellungen für künftige Leistungen bzw. Gewinnbeteiligungen). Anders betrachtet meinte Kurt Svoboda, dass pro Minute im Jahr 26.500 Euro Leistungen an die Versicherungskunden ausbezahlt wurden.

 

 

Ausblick auf 2019

 

Untersuchungen zeigen, dass die europäische Wirtschaft auch im kommenden Jahr wachsen wird. So soll die Eurozone nach 1,9 Prozent im Vorjahr zwar langsamer, aber heuer doch um 1,6 Prozent wachsen. Für Österreich werden ebenfalls 1,6 Prozent (nach 2,6 Prozent in 2018) prognostiziert und die Rahmenbedingungen bleiben in Österreich trotz einer Konjunkturabkühlung positiv. „Das wird sich auch auf die österreichische Versicherungswirtschaft positiv auswirken. Nach vorläufigen, ersten Prognosen wird das Gesamtprämienaufkommen 2019 um etwa 1,5 Prozent auf rund 17,6 Milliarden Euro ansteigen“, so Kurt Svoboda. Ein weiteres Zukunftsthema ist laut dem Versicherungsverbandspräsidenten die österreichische Demografie, Österreicher werden immer älter, die Lebenserwartung beträgt bereits über 80 Jahre. Im Jahr 2040 ist mehr al ein Viertel der Bevölkerung über 65 Jahre. Daher ist auch ein Anstieg der zu pflegenden Personen zu erwarten. „Das Thema muss komplex betrachtet werden“, so Kurt Svoboda und appelliert an die Politik hier mit steuerlichen Anreizen die 2. und 3. Säule zu forcieren. Die Digitalisierung sieht Svoboda als eine der größten Chancen für die Versicherungswirtschaft und die einhergehende Betreuung der Kunden.