Topergebnis

Prof. Elisabeth Stadler, CEO ©apa/Tanzer

Das Gesamtprämienvolumen des VIG Konzerns ist um 3 Prozent auf 9,66 Mrd. Euro gestiegen. Der Gewinn vor Steuern konnte um rund 10 Prozent auf 485 Mio. Euro erhöht werden. Die Combined Ratio wurde auf 96 Prozent im Konzern verbessert, Österreich liegt sogar nur bei 94,2 Prozent. Die Gewinnprognose für 2020 wurde um rund 10 Prozent angehoben. Laut Generaldirektorin Prof. Elisabeth Stadler war das Jahr 2018 besonders erfolgreich für den Konzern. „Mit den vorläufigen Ergebnissen für 2018 liegen wir bei allen wichtigen Kennzahlen deutlich über unseren Prognosen. Ich sehe damit den Anspruch, uns als stabilen und verlässlichen Partner zu positionieren, erneut konsequent bestätigt. Das gilt auch für unsere Fokussierung auf die Region Zentral- und Osteuropa, wo wir heute die führende Versicherungsgruppe sind. Wir sehen in den größten Teilen der CEE-Region stabiles Wachstum und sinkende Arbeitslosigkeit. Die Märkte, in denen wir tätig sind, wachsen im Schnitt doppelt so stark wie die Staaten der Eurozone. Wir wollen in diese Region weiter investieren und haben mit einer mehr als soliden Solvenz Quote von 239 Prozent dafür die nötige finanzielle Basis. Der Vorstand wird aufgrund der sehr positiven Geschäftsentwicklung den Gremien für das Geschäftsjahr 2018 erneut eine deutliche Erhöhung der Dividende von 90 Cent auf 1 Euro pro Aktie vorschlagen. Das bedeutet im aktuellen Zinsumfeld eine attraktive Dividendenrendite von 4,9 Prozent.“

Der Gewinnanstieg ist vor allem der verbesserten Combined Ratio und der guten Entwicklung des Finanzergebnisses geschuldet. Starke Gewinnzuwächse kommen aus dem Baltikum, Bulgarien, Tschechien und Ungarn. In Rumänien wurde im letzten Jahr ein Verlust in Höhe von rund 74 Mio. Euro ausgewiesen, dieser Verlust resultiert aus durchgeführten Abschreibungen von Firmenwerten in Höhe von 50,1 Prozent sowie der Bildung von Vorsorgen für ein laufendes marktweites Wettbewerbsverfahren. Insgesamt tragen die Gesellschaften in der CEE Region rund 53 Prozent zum Gewinn bei. Das Finanzergebnis verbesserte sich auf 1,03 Mrd. Euro, was vorwiegend auf Erträge aus dem Immobilienbereich inklusive der gemeinnützigen Gesellschaften zurückzuführen ist. Die gesamten Kapitalanlagen des Konzerns betrugen per Ende 2018 37,6 Mrd. Euro. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle abzüglich der Rückversicherung beliefen sich 2018 auf 6,9 Mrd. Euro.

Prognose

Aufgrund der positiven Entwicklung wurde die Gewinnprognose für das Jahr 2020 von kommunizierten mehr als 500 Mio. Euro, auf 530 bis 550 Mio. Euro angehoben. Es wird weiters ein Prämienvolumen von 10,2 Mrd. Euro prognostiziert.

Agenda 2020 – Digitalisierungsprojekte

In der VIG Gruppe sind derzeit über 150 Digitalisierungsprojekte in unterschiedlichen Dimensionen am Laufen. Im Schnitt werden 50 Mio. Euro pro Jahr in die Digitalisierung, somit 200 Mio. Euro im Rahmen der „Agenda 2020“ investiert.

Dividende

Im Jahre 2005 legte die Vienna Insurance Group eine Ausschüttung von mindestens 30 Prozent des Konzerngewinnes nach Steuern und nicht beherrschenden Anteilen an die Aktionäre als Dividendenpolitik fest. Der Vorstand der Vienna Insurance Group hat in seiner Sitzung am 20. März 2019 unter Einbeziehung des Feedbacks der im Sommer 2018 durchgeführten Investorenbefragung eine neue Dividendenpolitik beschlossen. Diese sieht eine Ausschüttung in einer Bandbreite von 30 bis 50 Prozwnt des Konzerngewinns nach Steuern und nicht beherrschenden Anteilen vor. Ziel ist es, die Dividende pro Aktie weiterhin an der Entwicklung des Unternehmenserfolgs auszurichten.