Und wieder amazon

©©Aliaksandr Marko - stock.adobe.com

Man wollte sich praktisch selbst helfen und dabei nichts verdienen. Drei riesige US-Konzerne, Amazon, JP Morgan und Berkshire Hathaway wollten eine betriebliche Krankenversicherung aufmachen. Damit sollte die Gesundheitsvorsorge aller Mitarbeiter, das waren im konkreten Fall, weit mehr als 1, 5 Millionen, gebündelt werden. Dass man daran verdienen wolle, haben die Konzerne empört von sich gewiesen. Nein, man wolle nichts verdienen, sondern die Gesundheitsvorsorge solle vereinfacht werden. Die liegt in den USA, weit entfernt von europäischen Standards, etwas im Argen. Wir sind frei von Profitinteressen so tönte es aus Kreisen um Waren Buffet, einer der reichsten Menschen auf dieser Welt. Man wolle mit dieser Gründung gegen die explodierenden Gesundheitskosten in den USA antreten.
Aus dieser lobenswerten Idee wird nichts. Der Versuch einen eigenen, gemeinsamen Krankenversicherer zu schaffen ist gescheitert. Es gibt viele Gründe. Einer davon ist das US-Gesundheitssystem. Es sei schlicht unmöglich gewesen unter gegebenen Voraussetzungen eine neue Lösung zu erzielen. Auch sei die Struktur des gewählten Joint-Venture zu kompliziert gewesen. Zu unterschiedlich seien die drei Konzern in ihrem Aufbau. Das habe eine konzern-individuelle Lösung unmöglich gemacht. Selbst viel Geld habe nicht geholfen, heißt es. Und der gute Wille allein. die Grundversorgung zu erleichtern und Medikamente erschwinglich zu machen, habe nicht genügt. Nur Amazon blieb am Ball, hat mit einem Folgeprodukt die Grundidee realisierte und ist mit diese Krankenversicherung unter dem Titel „amazon protect“ in einigen Staaten am Markt.