Vorläufiges Ergebnis 2020

Vienna Insurance Group

Prof. Elisabeth Stadler, Vorstandsvorsitzende der Vienna Insurance Group (©Ian Ehm)

Das vorläufige Ergebnis der Vienna Insurance Group zeigt, dass die Pandemie und die diversen Lockdowns den Geschäftsverlauf beeinträchtigt haben, jedoch das Wachstum im Neugeschäft in den ersten beiden Monaten des letzten Jahres den Rückgang kompensiert hat.
Das Kfz-Versicherungsgeschäft konnte mit 1.507 Mio. Euro Prämienvolumen in der Kfz Haftpflicht auf dem Vorjahresniveau gehalten werden und in der Kfz-Kasko auf 1.289 Mio. Euro sogar leicht zulegen. Erfreulich verlief das Sachversicherungsgeschäft. Hier konnte ein Prämienplus von nahezu 5 Prozent auf 4.879 Mio. Euro erzielt werden. Schwächer ist das Interesse an Lebensversicherungen gewesen. Mit 2.609 Mio. Euro zeigte die Lebensversicherung mit laufender Prämienzahlung einen geringfügigen Rückgang um 1,5 Prozent, während der Strategie folgend die Einmalerläge in der Lebensversicherung um rund 12 Prozent Prozent auf 884 Mio. Euro zurückgingen. Die Prämien in der Krankenversicherung konnten um 1,4 Prozent auf 703 Mio. Euro weiter gesteigert werden. Insgesamt verzeichnete die VIG-Gruppe bei den Versicherungsleistungen einen Rückgang von 3,2 Prozent auf etwas über 7 Mrd. Euro. Mit 346 Mio. Euro liegt das Ergebnis vor Steuern am oberen Ende der Erwartungen von 300 bis 350 Mio. Euro und im Vergleich zum Vorjahreswert um rund ein Drittel niedriger. Die Combined Ratio konnte 2020 wieder weiter auf 95 Prozent verbessert werden. Das Finanzergebnis betrug 596 Mio. Euro und ist um 41 Prozent niedriger als im Vorjahr. Die vorläufige, aufsichtsrechtliche Solvenzquote der VIG-Gruppe liegt per Ende 2020 bei 235 Prozent. „Unter der Annahme der derzeitigen Entwicklung gehen wir für 2021 von einem stabilen Prämienvolumen in der Höhe von 2020 aus. Den Gewinn vor Steuern streben wir für 2021 in einer Bandbreite von 450 Mio. bis 500 Mio. Euro an und kehren damit auf das Vorkrisenniveau zurück. Wir schlagen den Gremien 75 Cent als Dividende pro Aktie vor und erreichen damit eine Ausschüttungsquote von 41,5 %, die unserer Dividendenpolitik entspricht“, so Generaldirektorin Elisabeth Stadler. Mehr dazu in der nächsten Print Ausgabe.