Cybersecurity

KPMG Austria

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 An der diesjährige „Cyber Security in Österreich“ Studie von KPMG, nahmen 340 Vertreter Österreichischer Unternehmen teil. In Kooperation mit dem Sicherheitsforum Digitale Wirtschaft des Kuratorium Sicheres Österreich wurden die wichtigsten Fakten, Trends und Entwicklungen der letzten vier Jahre hinsichtlich Cyberkriminalität analysiert. 2 von 3 Österreichischen Unternehmen erlitten bereits eine Cyberattacke. Das sind 5 Prozent mehr als im Vergleich zum Vorjahr. Phishing und Malware sind und bleiben die häufigsten Angriffsarten aus der virtuellen Welt, fast die Hälfte aller Unternehmen kamen damit bereits in Berührung. Jedoch schweigen sich die betroffenen Unternehmen gegenüber den Behörden lieber noch aus. Denn nur ein Drittel informierte nach einem Angriff eine öffentliche Stelle  über den Sicherheitsvorfall. Große Unternehmen sind etwas offener, hier wenden sich die Hälfte an eine Behörde. Zu dieser Sensibilisierung bei Großbetrieben hat vermutlich das Netz- und Informationssystemsicherheitsgesetz (NISG) beigetragen, welches im Dezember 2018 vom Nationalrat beschlossen wurde, sowie entsprechende Regularien für die Finanzwirtschaft. Für jedes zweite Unternehmen (53 Prozent) ist Security noch kein fixer Bestandteil beim Thema Digitalisierung. Nur 7 Prozent der befragten Unternehmen sind der Meinung, dass ihre Lieferanten ausreichende Sicherheitsmaßnahmen treffen. Gleichzeitig sieht es die Mehrheit der Unternehmen nicht als ihre Pflicht, Kunden und Lieferanten regelmäßig über neue Gefahren zu informieren. „Die Österreichischen Unternehmen gehen derzeit noch mit dem Risiko durch Zulieferunternehmen sehr wagemutig um“, so Robert Lamprecht KPMG Direktor im Bereich Cyber Security. Dabei wäre es essenziell, dass die Betriebe über die Cybersicherheit der Geschäftspartner, Technologie-Provider oder Kunden Bescheid wissen und abschätzen können, welche Auswirkungen ein Angriff auf das eigene Unternehmen hätte. Schutz bieten unter anderem Cyberversicherungen: Der Trend dazu ist zwar weltweit spürbar, hat sich am heimischen Markt jedoch noch nicht durchgesetzt. Derzeit verfügen lediglich 19 Prozent der befragten Unternehmen über eine Cyberversicherung. Mehr als die Hälfte (53 Prozent) gab an, mit dem Angebot an Versicherungen nicht zufrieden zu sein. Die Zusammenfassung der Studie ergibt, dass die Österreichischen Unternehmen 2019 bereits viel besser gerüstet sind als noch vor vier Jahren. Das Bewusstsein ist bei den Unternehmen gestiegen und jetzt wäre es an der Zeit die Kommunikation und den Informationsfluss in Gang zu setzen um andere Betroffene und Behörden zu informieren.