Deutsche Bank wird Versicherungsmakler

Deutsche Bank

© Adobe Stock

Die Deutsche Bank ist jetzt auch als Digitalmakler im Sach-Geschäft unterwegs. Als Partner hat man sich Insurtech Friendsurance, aus Frankfurt, ins Haus geholt. Wer den Manager nutzen will, muss eine Maklervollmacht unterschreiben.

Die Deutsche Bank will stark ins Versicherungsgeschäft einsteigen. Über das Online-Banking und die Deutsche-Bank-App sollen Kunden ihre Versicherungsverträge verwalten, vergleichen und neu abschließen können. Das berichtet aktuell die Deutsche Bank in einem gemeinsamen Pressetext mit dem Digitalpartner Friendsurance. Der schlicht ergreifende Werbetext – hier in Original:
„Der digitale Versicherungsmanager arbeitet als unabhängiger Versicherungsmakler und legt bei der Tarifauswahl für die Kunden die gleichen Kriterien an wie führende Verbraucherschützer: Anders als viele herkömmliche Vergleichsportale optimiert er Versicherungen nicht allein nach dem Preis, sondern auch danach, wie gut Umfang und Leistung zur Lebenssituation des Kunden passen“. WOW ! Also, ich kennen einen, der glaubt das. Insgesamt haben die Kunden 80 Versicherer für Sachversicherungen zur Auswahl, Man will in Haftpflicht, Hausrat, Rechtsschutz oder Wohngebäudeschutz tätig sein. Jetzt im Oktober soll auch die KFZ-Sparte starten. Versteht sich von selbst: Natürlich bietet man auch im Lebens- und KV-Bereich mit. Man soll alle „Policen“ digital speichern und verwalten können. Stellt sich die Frage, wenn das die Kunden tun (müssen) wozu braucht man einen „Makler“? Weil man sich offenbar vom Versicherungsgeschäft einiges erhofft, wird die Bank, so Philipp Gossow, Leiter des Privatkundengeschäfts der Deutschen Bank, nach Plan, so rasch wie möglich, die Zahl der Filialen von gut 500 auf etwa 400 verringern.

Warum die Deutsche Bank auf das Maklergeschäft setzt? Der Pressetext erklärt es: „Der Markt für Sachversicherungen in Deutschland ist riesig: Laut Statistik hat jeder Deutsche zwei bis drei Sachversicherungen abgeschlossen, insgesamt mehr als 300 Millionen Verträge“, heißt es darin. Im Jahr 2019 hätten sich die Beiträge aus der Schadens- und Unfallversicherung in Deutschland auf gut 73 Milliarden Euro summiert, davon entfielen mehr als ein Viertel auf Makler: Tendenz steigend.

Bei klassischen Versicherungsmaklern kommt keine Freude auf. Versicherungsmaklern (und anderen Vertriebszweigen) droht also, Kundenverlust, wenn diese den Manager als Bankkunden nutzen. Und dann? Dann kommen, Google, amazon…..