Jahresbericht

FMA

FMA-Vorstand Helmut Ettl und Eduard Müller
FMA-Vorstand Helmut Ettl und Eduard Müller

Österreichs Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) hat 2019 mit 393 Mitarbeitern insgesamt 999 Unternehmen beaufsichtigt, davon 884 konzessionierte Unternehmen der Finanzwirtschaft sowie 115 börsennotierten Unternehmen, bei denen die Einhaltung der Informationspflichten und die Ordnungsgemäßheit des Handels in Wertpapieren überwacht wurde. Die Finanzunternehmen verwalteten zusammen Vermögenswerte von rund € 1.191 Mrd. Die Versicherungsunternehmen haben im Schnitt eine Solvenzquote (SCR) von mehr als 230 Prozent, verfügen also über mehr als das Doppelte an finanziellen Mitteln als es die Erfüllung ihrer vertraglichen Verpflichtungen erfordert. „Wir haben die Lehren aus der globalen Finanzkrise gezogen und konsequent umgesetzt, Qualität und Quantität der Kapitalbasis gestärkt, Risikopositionen nachhaltig adressiert und regulatorische Lücken geschlossen,“ fassen die Co-Vorstände der FMA, Helmut Ettl und Eduard Müller den Jahresbericht zusammen: „Wir sind überzeugt, dass die Finanzwirtschaft die großen Herausforderungen der COVID-19-Krise meistern kann und in diesen schwierigen Zeiten eine starke Stütze der Realwirtschaft sein wird. In der globalen Finanzkrise 2008 waren die Finanzmärkte Teil des Problems, in der COVID-19-Krise sind sie Teil der Lösung!“ Das Gesamtbudget der FMA betrug 2019 rund € 72,3 Mio. (+3,8 Prozent), wovon € 10,7 Mio. als Durchlaufposten für die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) als Teilkostenersatz für deren Dienstleistungen einzuheben waren. Davon entfielen auf die Banken 57,4 Prozent, die Wertpapieraufsicht 23,2 Prozent, Versicherungsunternehmen 17,6 Prozent und Pensionskassen 1,8 Prozent.