Journalistenpreis

RWB Private Capital (Austria) GmbH

Birgit Schmolmüller, Michael Kordovsky

Der erste Platz des diesjährigen Private-Equity-Journalistenpreises, ausgelobt vom Private Equity Spezialisten RWB Austria geht an Cathren Landsgesell von der Wiener Zeitung. Auf den Rängen 2 und 3 folgen der freie Finanzjournalist Michael Kordovsky und Klaus Fiala, Chefredakteur von Forbes DACH. Die mit insgesamt 6.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde im Jahr 2013 vom Private-Equity-Spezialisten RWB Austria ins Leben gerufen. Am 30. Juli wurde nun der Journalistenpreis (https://www.pe-journalistenpreis.com/) zum bereits dritten Mal vergeben. Eingereicht werden konnten Beiträge, die in den Jahren 2018 und 2019 in einem österreichischen Medium erschienen sind. Über die Zuerkennung der Preise entschied eine unabhängige Jury aus Medien- und Finanzjournalisten. Birgit Schmolmüller, Geschäftsführerin der RWB Austria, lobt die erstklassige Qualität der eingereichten Beiträge: „Die Anlageklasse Private Equity führt in der Wahrnehmung österreichischer Medien leider immer noch ein Schattendasein. Cathren Landsgesell, Michael Kordovksy und Klaus Fiala haben wichtige Aufklärungsarbeit geleistet, in dem sie sich sowohl mit den Chancen als auch mit den Risiken von Private Equity auseinandergesetzt haben.“

Wenig mediale Beachtung für erfolgreiche Anlageklasse

Mit dem Private-Equity-Journalistenpreis möchte die RWB Austria eine differenzierte Berichterstattung über die Anlageklasse in Österreich fördern. „Private Equity ist die älteste und renditestärkste Anlageklasse überhaupt“, sagt Birgit Schmolmüller. „Hierzulande weiß aber kaum jemand, dass Private Equity höhere Renditechancen als der Aktienmarkt bietet.“
Private Equity investiert dort, wo nachhaltige Wertschöpfung entsteht – nämlich direkt in Unternehmen. Private-Equity-Fonds stellen diesen Unternehmen außerbörsliches Eigenkapital zur Verfügung, damit diese z. B. neue Technologien entwickeln oder ihre Expansion vorantreiben können.
Die Investitionen direkt an der Wertschöpfungskette von Unternehmen bieten eine renditestarke Anlagemöglichkeit. Unabhängige Statistiken des Analysehauses Cambridge Associates zeigen, dass die Anlageklasse Private Equity über zehn Jahre hinweg und länger jährlich rund fünf Prozentpunkte besser abgeschnitten hat als der Aktienindex MSCI World.

Kritik an aktueller Gesetzeslage

Birgit Schmolmüller kritisiert die aktuelle Gesetzgebung scharf. Durch das AIFM-Gesetz werde nämlich ein Großteil österreichischer Anleger ausgeschlossen. „Wer in Private-Equity-Fonds investieren will, muss ein liquides Finanzvermögen in Höhe von zumindest 250.000 Euro nachweisen“, erklärt Schmolmüller. Schmolmüller stellt die Sinnhaftigkeit des AIFM-Gesetzes als Ganzes in Frage. „Der Zweck des Gesetzes ist der Anlegerschutz, der aber ausgesprochen uneinheitlich geregelt wird. Wollen nämlich Anleger per Crowdfunding direkt in risikoreiche Unternehmensgründungen investieren, können sie das ohne Probleme tun. Hingegen wird Investitionen in Private-Equity-Dachfonds, die mit breiter Streuung sogar ein Teilverlustrisiko praktisch ausschließen, ein Riegel vorgeschoben.“ Auch angesichts der Corona-Pandemie fordert Birgit Schmolmüller ein rasches Umdenken der Bundesregierung. „Das AIFM-Gesetz schadet dem Wirtschaftsstandort Österreich. Bei etablierten, mittelständischen Unternehmen in Österreich beträgt der Anteil von Private-Equity-Finanzierungen nur ein Zehntel des EU-Schnitts. Ohne Liberalisierung ist die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Wirtschaft gefährdet – eine Abwanderung von Unternehmen und der Verlust von Arbeitsplätzen könnten die Folge sein.“