Performance Pensions-Vorsorgekassen

Mercer/ BONUS Pensionskassen

Georg Daurer ©Martina Draper

Die Gesamtperformance der überbetrieblichen Pensionskassen lag für das erste Quartal 2021 bei 2,01 Prozent. Eine aktuelle Analyse des Beratungsunternehmens Mercer zeigt, dass die APK und die BONUS Pensionskasse jeweils zwei erste Plätze belegen: die APK Pensionskasse in den Kategorien „konservativ“ und „ausgewogen“, die BONUS Pensionskasse in den Kategorien „defensiv“ und „dynamisch“. „Wir trachten einerseits nach einer ausgezeichneten Rendite und andererseits veranlagen wir die Gelder der österreichischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nach nachhaltigen Kriterien – und das seit Gründung im Jahr 1997. Wir sehen nachhaltiges Investment auch als einen gesellschaftspolitischen Beitrag“, ist sich DI Georg Daurer, Vorstand der BONUS Gruppe dieser absoluten Vorreiterrolle bewusst.
Die VALIDA Pension führt das Ranking in der Kategorie „aktiv“ an. Die Märkte konnten im ersten Quartal 2021 an die Wertentwicklung zum Jahreswechsel anknüpfen. „Zusammenfassend konnten wir einen guten Start in das erste Quartal miterleben. Aktien sind sehr gut aus den Startblöcken herausgekommen und gehören zu den größten Gewinnern des Quartals“, erklärt Michaela Plank, Geschäftsführerin und Expertin für Betriebliche Vorsorge. Die Assetklasse Renten, die im Verlauf der Pandemie und durch die stark expansive Geldpolitik der Notenbanken auf einen Tiefststand gefallen war, verharrten weitestgehend auf den niedrigen Niveaus. Auch die Vorsorgekassen konnten für das erste Quartal 2021 eine solide Performance in der Höhe von 0,95 Prozent erwirtschaften. Die APK konnte sich als Gewinnerin im ersten Quartal 2021 herauskristallisieren. Sie erwirtschaftete 1,19 Prozent (allerdings mit einer konservativen Veranlagungsstrategie – das heißt, einem höheren Aktienanteil). Im Bereich der marktüblichen defensiven Veranlagung liegt die BUAK Vorsorgekasse mit 1,11 Prozent vor der fair-finance Vorsorgekasse mit 1,07 Prozent und der Valida VG2 mit 1,04 Prozent. Zwar ist der wesentliche Parameter der Betrieblichen Vorsorgekassen – die Bruttobeitragsgarantie –kurzfristig ein geeignetes Instrument um Schwankungen abzufedern, langfristig hemmt die Garantie durch die risikoaverse Veranlagung jedoch gute Performanceergebnisse. Diese zu gewährende Garantie stellt auch die Betrieblichen Vorsorgekassen aufgrund des aktuellen Niedrigzinsumfeldes vor gewisse Herausforderungen. Gefordert ist daher eine Reform der Betrieblichen Vorsorgekassen, vor allem in Richtung Erweiterung der Behaltedauer von aktuell drei Jahren auf zehn Jahre mit gleichzeitiger Ausweitung der Veranlagungsgrenzen und dem optionalen Verzicht auf Garantie.