So ticken europäische CFOs

ACREDIA Versicherung AG

Gudrun Meierschitz ©Martina Draper

Nichts fürchten europäische Finanzchefs (CFOs) so sehr wie verspätete Zahlungen (47 Prozent) oder Insolvenzen (32 Prozent) ihrer Kunden. Selbst Cyberrisiken fallen aus Sicht der CFOs hinter den beiden Hauptrisiken zurück, gefolgt von Schwierigkeiten in den Lieferketten, rückläufigen Umsätzen und Profitabilität. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie „DNA of a CFO“ von Acredia in Zusammenarbeit mit Euler Hermes. „Schon vor der Covid-19-Pandemie war fast jedes zweite der befragten Unternehmen von Zahlungsverzögerungen betroffen und fast jedes dritte von der Insolvenz eines Abnehmers“, sagt Vorständin Gudrun Meierschitz. „Das ist eine relativ erschreckende Bilanz und zeigt, welch große Schneeballeffekte Insolvenzen in der gesamten Lieferkette auslösen können.“ Nach Ausbruch der Covid-19-Pandemie waren 61Prozent der europäischen Unternehmen zwischen März und Mai 2020 insbesondere von Umsatzrückgängen gezeichnet, 2019 hingegen waren es nur 25 Prozent. „In der Wirtschaft geht es nun darum, enger zusammenzurücken, in Netzwerken zu arbeiten sowie eine Kreditversicherung wie eine Schutzmaske zu nützen und Lieferketten zu stabilisieren,“ so Vorstand Ludwig Mertes. Bei der Lösung der bevorstehenden Herausforderungen konzentrieren sich die Finanzchefs der befragten Unternehmen dann vor allem auf Planungssicherheit und ein möglichst stringentes internes Risikomanagement.