Top 10 Risiko

Aon Austria

Oliver Fuss Managing Director Aon Österreich. ©

Aon hat die globale Studie „Reprioritizing Risk and Resilience for a Post-COVID-19 Future“ veröffentlicht. Reprioritizing Risk and Resilience for a Post-COVID-19 Future“ veröffentlicht. Das Ergebnis besagt, dass es angesichts der wirtschaftlichen, finanziellen und menschlichen Auswirkungen von COVID-19 für Unternehmen unerlässlich sein wird, Risiken neu zu priorisieren und neue Risikomanagement-Strategien zu entwickeln und zu erproben. Im Rahmen der Studie gaben 82 % der Befragten an, dass vor COVID-19 eine Pandemie oder eine andere größere Gesundheitskrise nicht zu den Top-10-Risiken ihres Risikoportfolios gehörte. In der 2019 von Aon durchgeführten Risikomanagement-Umfrage lag das Pandemierisiko noch auf Platz 60 von 69 identifizierten Risiken. Die Risikomanagement-Strategien und Management-Teams der Unternehmen waren daher bei Ausbruch der Pandemie überfordert, mithilfe ihrer Risiko-Infrastruktur rasch zu reagieren. Die Studie stellte auch regionale Unterschiede in der Reaktion fest. Vor COVID-19 verfügten in EMEA weniger als 30 % der Befragten über einen Pandemieplan, ähnlich der Anteil in Nordamerika mit 31 %. Währenddessen in APAC aufgrund von ähnlichen Bedrohungen, wie beispielsweise SARS und die Schweinegrippe, 52 % der befragten Unternehmen einen Pandemieplan aufweisen können. Klar über alle Branchen und Regionen hinweg zählt der Schutz von Menschen und Anlagen als höchste Priorität.
 
“Es steht außer Frage, dass die COVID-19-Pandemie die Arbeitsweise von Unternehmen nachhaltig verändern wird“, sagt Oliver Fuss, Managing Director Aon Österreich. „Unternehmen müssen sich jetzt fragen, wie Risikomanagement und Widerstandsfähigkeit in Zukunft aussehen sollen. Zu den obersten Prioritäten für eine Neugestaltung gehören der neue und beschleunigte Einsatz von Technologie inklusive Cyberstrategie, die Umschichtung von Ressourcen, die Personalplanung und „The New Way of Working“.“
René Besenbäck, Aon Managing Director Retail & Sales AT ergänzt: “Unsere Umfrage zeigt auch, dass es einen klaren Bedarf an Risikotransferlösungen gibt und neben Risiko der Zugang zu Kapital neu zu überdenken ist. Darum ist es wichtig, dass die Versicherungsbranche mit Innovationen auf die sich ändernden Bedürfnisse von Unternehmen, die zunehmende globale Volatilität und neu auftretende Risiken reagiert. Erfolgreiche Versicherungslösungen im Zuge der Pandemie werden agiler, strategischer, zielgerichteter und skalierbarer sein.“
 
Um zukünftige Ereignisse zu bewältigen, werden der Umgang mit neuen Formen der Volatilität, der Aufbau einer widerstandsfähigen Belegschaft und das Überdenken des Kapitalzugangs eine wesentliche Rolle spielen. Ebenso wird ein kohärenter und integrierter Ansatz notwendig sein, um sich nicht nur von der Pandemie, sondern auch von zukünftigen Krisen zu erholen. Weltweit nannten 80 % der befragten Unternehmen, dass die Pandemie sie gelehrt hat, einen holistischen Ansatz im Zusammenhang mit globalen Ereignissen zu wählen und eine flexible Interaktion von funktionalen Einheiten wie HR, IT, Risk und Finance in Business Continuity Pläne zu integrieren.